Das Gleichnis vom klugen und vom bösen Sklaven

In Matthäus 24:45-51erzählt Jesus das Gleichnis von zwei Sklaven, einem treuen und klugen Sklaven, und einem, der böse war. Während der treue und kluge Sklave eine Belohnung bekommt, bekommt der böse Sklave eine Strafe.

Wie auch das Gleichnis von den zehn Jungfrauen, das wir in den vorherigen Artikeln behandelt haben, spricht das Gleichnis über die beiden Sklaven von unserer Verantwortung als Christen. Beide Gleichnisse machen klar, dass die Errettung nur der Anfang des Christenlebens ist, nicht das Ziel.

Zwei Sklaven – zwei Arten von Gläubigen

Beide Sklaven haben sowohl einen Herrn, als auch Mitsklaven. Außerdem ist der Herr der beiden Sklaven nicht anwesend, wird aber eines Tages wiederkommen. Diese Beschreibung trifft nur auf Christen zu. Die ungläubigen Menschen sind nach der Bibel zwar unter der Macht Satans und der Finsternis. Außerdem leben sie in den Lüsten und Begierden ihres Fleisches und ihrer Gedanken (Epheser 2). Dass ihr Herr eines Tages zurückkommt um zu belohnen und zu strafen trifft aber ganz sicher nicht zu. Deshalb handelt es sich hier bei beiden Sklaven um gläubige Christen, die dem Herrn Jesus gehören.

Worin unterscheiden sich die beiden nun? Der eine Sklave wird klug und treu genannt, der andere jedoch böse. Der kluge und treue Sklave teilt Speise an seine Mitsklaven aus. Der böse Sklave hingegen spricht bei sich selbst “Mein Herr bleibt lange aus.” (Vers 48). Aus dieser Einstellung kommt Nachlässigkeit in seinem Dienst. Dies führt soweit, dass er sogar anfängt seine Mitsklaven zu schlagen und mit den Trunkenen isst und trinkt.

Der kluge und treue Sklave

Der kluge und treue Sklave teilt seinen Mitsklaven Speise aus und ist über den Haushalt seines Herrn gesetzt. Dieser Sklave ist ein Bild auf einen treuen Gläubigen, der seinen Mitgläubigen geistliche Speise austeilt, damit sie im Glauben wachsen können.
Auch Paulus schreibt davon, dass er und seine Mitarbeiter kluge Haushalter sind (1.Korinther 4:1). Außerdem lesen wir in 1.Korinther 3:1-2, dass er den Korinthern keine feste Speise sondern Milch geben musste, da sie im Glauben nicht gewachsen waren. Wir sehen hier sehr klar, dass Paulus ein kluger und treuer Haushalter war, der den anderen Gläubigen die ihnen passende geistliche Speise austeilte. Genau dies ist auch die Verantwortung eines jeden Christen heute.

Wenn wir unsere Verantwortung für das Austeilen von geistlicher Speise wirklich ernst nehmen, wird dies unser Leben verändern. Du kannst nur zugemessene geistliche Speise austeilen, wenn du Zeit mit dem Herrn verbringst und die Bibel liest. Unsere eigenen Gedanken und gutgemeinten Worte bringen keinen Aufbau. Wie schon Petrus zu Jesus sagte: “Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens;” (Johannes 6:68).

Es wird sich aber auch dein ganzer Lebenswandel ändern, sonst wirst du keinen Freimut haben, über geistliche Dinge zu sprechen.

Es ist also wirklich klug, den Mitsklaven geistliche Speise auszuteilen, denn so wachsen wir selbst und das Haus Gottes wird aufgebaut. Die Treue ist außerdem notwendig um dauerhaft dranzubleiben. Ausdauer ist uns Not! Genau das war das Problem des bösen Sklaven.

Der böse Sklave

Der böse Sklave schlägt nicht von Anfang an und einfach so seine Mitsklaven. Das erste, was er tut, ist zu sprechen: “Mein Herr bleibt lange aus.”. Er meinte, er hätte noch sehr viel Zeit und begann seinen Dienst zu vernachlässigen. Es ist interessant zu sehen, dass er daraufhin nicht nur seine Mitsklaven zu schlagen beginnt, sondern auch zu essen und trinken mit den Trunkenen. Genau das passiert auch mit einem Christen, der nachlässig wird und seinen Herrn nicht mehr vor Augen hat. Er füllt seine Zeit mit anderen Dingen. Der böse Sklave hat nicht einfach nur gegessen und getrunken, das wären ganz normale menschliche Bedürfnisse. Der Punkt ist, dass er bei den Trunkenen isst und trinkt.

Trunken sein, ist das Gegenteil von erfüllt im Geist sein (Epheser 5:15-18). Der böse Sklave beginnt, sich mit weltlichen Dingen zu füllen und sich mit Leuten zu umgeben, die von diesen weltlichen Dingen gefüllt sind. Dies vernebelt die Sicht weiter und der Plan Gottes und unsere Verantwortung vor unserem Herrn gerät in Vergessenheit.

Schon wenn wir in unserem Herzen sprechen, dass der Herr noch lange ausbleibt, beginnen wir unsere Geschwister im Glauben zu schlagen. Wir nehmen Anstoß an ihrer “Geistlichkeit” und versuchen sie vielleicht noch davon zu überreden, ebenfalls weltliche Dinge zu tun. Je weiter wir uns selber mit weltlichen Dingen füllen, desto mehr und einfacher können wir unsere Mitsklaven schlagen. Wir erzählen ihnen schmutzige Dinge, beleidigen sie, dämpfen ihren Geist, usw. Das ist schlagen im geistlichen Sinne und wird letztendlich zu einer Strafe führen wenn der Herr Jesus zurückkommt.

Wende dich, es ist nicht schwer!

Noch ist Gnadenzeit. Wir haben durch das Blut Jesu die Möglichkeit, uns von unseren Sünden reinigen zu lassen und neu mit Jesus voranzugehen. Vielleicht hast du in letzter Zeit auch am Tisch der Trunkenen gesessen? Dann wende dich schnell! Jesus kommt bald und sein Lohn ist mit ihm.

Kein faules Wort komme aus eurem Mund, sondern nur eins, das gut ist zur notwendigen Erbauung, damit es den Hörenden Gnade gibt!

Epheser 4:29

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