Menschlich unmöglich: Der Stammbaum Jesu

In der Bibel finden sich an verschiedenen Stellen Stammbäume. Für die meisten Leser gehören sie wahrscheinlich zu den langweiligsten Abschnitten der Bibel. Bei genauerem Betrachten, zeigen sie uns aber, wie genau das Wort Gottes ist.

In diesem Artikel soll es um den Stammbaum Jesu gehen, wie wir ihn in Matthäus 1:1-17 und Lukas 3:23-38 finden. Manch oberflächlicher Bibelkritiker mag meinen, dass sich die Stammbäume widersprechen. Dies ist jedoch keineswegs der Fall.

Im Matthäus-Evangelium wird Jesus als der König vorgestellt, während Lukas Jesus als den wahren Menschen zeigt. Da Joseph ein direkter Nachfahre von König Salomo war, hatte er rein juristisch Anspruch auf den Thron Davids, d.h. das Königtum über Israel. Maria war ebenfalls eine Nachfahrin von König David, jedoch nicht aus der königlichen Linie, da sie von Davids Sohn Nathan (und nicht Salomo) abstammte. Dieser Unterschied wird auch dadurch klar, dass der Stammbaum in Matthäus von Abraham bis Jesus geht, der Stammbaum in Lukas dagegen läuft andersherum von Jesus zurück bis Adam.

Prophezeiungen über den Messias

Jesus wurde nicht einfach als der Messias angesehen, weil er Wunder vollbrachte. Schon lange vor seiner Geburt, gab es viele Prophezeiungen über den Messias. Jesus hat sie alle erfüllt. Hier soll nur eine Prophezeiung genauer betrachtet werden:

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er’s stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth.

Jesaja 9:5-6

Diese Verse zeigen, dass der Messias sowohl Mensch sein muss als auch Gott. Er wurde als Kind geboren, gleichzeitig heißt er aber auch Gott-Held und Ewig-Vater. Dies konnte nicht irgendein Mensch erfüllen, sondern nur Gott, der selbst Mensch wurde. Des Weiteren sehen wir auch, dass der Messias auf dem Thron Davids sitzen soll bis in Ewigkeit. Um auf dem Thron Davids sitzen zu können, muss der Messias daher auch rechtlich einen Anspruch auf den Thron Davids haben.

Kein Problem für Gott

Schon bis zu diesem Punkt, wäre es menschlich unmöglich gewesen die Prophezeiung zu erfüllen. Allerdings wird es noch komplizierter.

In der königlichen Linie, d.h. den Nachfahren Salomos, gab es in der Zeit der Wegführung nach Babylon einen sehr bösen König, (Je)Konia. Wegen seiner großen Bosheit, sprach Gott:

Ist denn dieser Mann Konja ein verachtetes, zerschlagenes Gefäß oder ein Gerät, das niemand haben will? Warum wurde er denn samt seinem Geschlecht fortgeschleudert und in ein unbekanntes Land geworfen! O Land, Land, Land, höre des HERRN Wort! So spricht der HERR: Schreibt diesen Mann auf, als hätte er keine Kinder, als einen Mann, dem sein Leben lang nichts gelingt! Denn keiner seiner Nachkommen wird das Glück haben, dass er auf dem Thron Davids sitze und wieder in Juda herrsche.

Jeremia 22:28-30

Damit konnte kein biologischer Nachfahre aus dem königlichen Geschlecht mehr König werden, ohne dass Gott sein Wort gebrochen hätte. Gleichzeitig hatte Gott gesagt, dass ein Nachkomme Davids ewiglich auf dem Thron sitzen sollte. Wie konnte dies noch erfüllt werden? Für Gott war es kein Problem!

Die Lösung

Da Jesus nach dem Fleisch von Maria geboren wurde, war er tatsächlich ein leiblicher Nachfahre Davids. Da Maria jedoch nicht aus der königlichen Linie über Salomo, sondern über Nathan mit König David verwandt war, ist Jesus kein Nachfahre Jekonias. Dadurch betrifft ihn das Wort aus Jeremia 22 nicht. Den Anspruch auf den Thron Davids bekam Jesus dadurch, dass er der Adoptivsohn Josephs war (Lukas 3:23), welcher ein leiblicher Nachfahre Salomos war. Als leiblicher Sohn Josephs hätte Jesus nicht auf dem Thron Davids sitzen können wegen dem Wort an Jekonia aus Jeremia 22.

Jesus ist wirklich der Retter

Wir haben gesehen, wie genau Gott sein Wort erfüllt hat. Jede einzelne Prophezeiung über den Messias wurde von Jesus erfüllt.

Der christliche Glaube ist kein Für-wahr-Halten von offensichtlichen Mythen. Er ist sehr rational und auf das Wort Gottes, die Bibel gegründet.

Lieber Leser, prüfe selbst anhand der Bibel nach, was ich in diesem Artikel beschrieben habe. Es gibt und gab auf der ganzen Erde keinen Menschen wie Jesus. Er ist der von Gott gesandte Retter der Welt.

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Johannes 3:16

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Autor: Weizenkorn

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