5 Auswirkungen von falscher und guter Lehre – Lektionen aus Apostelgeschichte 15

In Apostelgeschichte 15 lesen wir vom Apostelkonzil in Jerusalem. In der jungen Gemeinde entsteht ein ernsthafter Konflikt: Einige aus dem jüdischen Umfeld lehren, dass auch die Heidenchristen beschnitten werden müssten, um gerettet zu werden. Paulus und Barnabas widersprechen heftig. Schließlich versammeln sich die Apostel und Ältesten in Jerusalem, hören Zeugnisse, prüfen die Schrift und kommen gemeinsam zu einer klaren Entscheidung: Das Heil kommt allein aus Gnade durch Jesus Christus – nicht durch zusätzliche Gesetzeswerke (vgl. Apg 15,7–11; Eph 2,8–9). Diese Entscheidung wird in einem Brief an die Gemeinden weitergegeben.

Die Auswirkungen falscher Lehre

„Wir haben gehört, dass einige euch beunruhigt und eure Seelen verwirrt haben.“
(Apostelgeschichte 15,24)

Die falsche Lehre hatte sofort spürbare Folgen. In Vers 2 ist von „beträchtlichem Streit und Wortwechsel“ die Rede – die Gemeinde wird innerlich zerrissen, Streitfragen dominieren das Miteinander. In Vers 24 wird deutlich, wie tiefgreifend der Schaden ist: Die Gläubigen werden „beunruhigt“ und ihre Seelen werden „verwirrt“. Falsche Lehre bringt also nicht nur unterschiedliche Meinungen hervor, sondern greift die Herzen der Geschwister an. Sie raubt Frieden, zerstört Vertrauen und lässt Menschen in Unsicherheit zurück. Genau davor warnt auch Paulus in Galater 1,6–7, wo er beschreibt, wie ein „anderes Evangelium“ die Gläubigen verwirrt, sowie in 1. Timotheus 1,6–7, wo unnütze Streitfragen den Glauben untergraben.

Die Auswirkungen guter Lehre

„Wir glauben, durch die Gnade des Herrn Jesus gerettet zu werden.“
(Apostelgeschichte 15,11)

Nachdem die Gemeinde den Brief aus Jerusalem erhält, ändert sich die Atmosphäre radikal. In Vers 31 lesen wir, dass die Gläubigen sich über den Zuspruch freuen. Judas und Silas trösten, ermutigen und stärken die Geschwister. Wo vorher Streit und Unsicherheit herrschten, entsteht nun Freude, innerer Trost, neue Kraft und Frieden. Gute Lehre führt nicht zu Stolz oder Härte, sondern baut Menschen auf und festigt sie im Glauben – ganz im Sinn von 2. Timotheus 3,16–17, wo die Schrift als heilsam, aufbauend und ausrüstend beschrieben wird, sowie Römer 15,4, wo betont wird, dass durch die Schrift Trost und Hoffnung wachsen.

Was bedeutet das für uns heute?

Apostelgeschichte 15 zeigt uns, dass Lehre nie neutral ist. Sie prägt das Klima der Gemeinde und unser persönliches Glaubensleben. Falsche Lehre führt auch heute zu innerer Unruhe, endlosen Diskussionen und geistlicher Lähmung (vgl. Kolosser 2,8). Gute, biblisch fundierte Lehre dagegen schenkt Freude, Klarheit und Stabilität (vgl. Johannes 8,31–32). Für uns heißt das: Wir sollen Lehre prüfen, eine klare Stellungnahme nicht scheuen, wenn es um das Evangelium geht, und zugleich danach streben, dass unsere Worte Menschen aufbauen und zu Jesus führen (Eph 4,14–15).

Zusammenfassung

Falsche LehreGute LehreBibelstelle
Beträchtlicher StreitFreudeApg 15,2 / Apg 15,31
WortwechselTrostApg 15,2 / Apg 15,31
StreitfragenErmutigungApg 15,2 / Apg 15,32
BeunruhigungStärkungApg 15,24 / Apg 15,32
Verwirrte SeelenFriedenApg 15,24 / Apg 15,31

Bibelstellen zum Nachlesen

  • Apostelgeschichte 15
  • Galater 1,6–9
  • 2. Timotheus 3,16–17
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Autor: Weizenkorn

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