Das Gesetz des Geistes des Lebens

Hast du schon einmal versucht, einen Gegenstand für längere Zeit hochzuhalten? Nehmen wir an, du hältst ein Buch mit ausgestrecktem Arm vor dich. Wie lange kannst du das Buch mit waagrecht ausgestrecktem Arm halten? Vielleicht bist du stark und hältst eine ganze Weile durch. Jedoch, nach einer Stunde, vielleicht auch erst nach zwei Stunden, wir dein Arm langsam müde und bewegt sich Richtung Boden. Worauf will ich damit hinaus? Ganz einfach, es geht darum, zu zeigen, was es bedeutet, gegen ein Naturgesetz anzukämpfen. In diesem Beispiel haben wir es mit der Schwerkraft zu tun. Die Schwerkraft spürst du überall auf der Erde, immer, zu jeder Zeit. Sie ist deshalb ein Gesetz. Es gibt jedoch ein anderes Gesetz, das das Gesetz der Schwerkraft überwinden kann: Heiße Luft steigt nach oben. Die heiße Luft muss sich dafür nicht anstrengen. Es ist einfach ein anderes Gesetz, das das erste aufhebt.

Im unserem Christenleben gibt es ebenso zwei wichtige Gesetze (Gesetzmäßigkeiten), die wir kennen müssen. Diese werden in Römer 8:2 erwähnt:

Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.

Das Gesetz der Sünde und des Todes herrscht im alten, natürlichen Menschen. Es ist dieses Gesetz, das dazu führt, dass der Mensch Sünden begeht. Sünder ist man also nicht deshalb, weil man sündige Taten begeht, sondern deshalb, weil man die sündige Natur hat. Im alten Menschen, in der sündigen Natur, ist es wie mit der Schwerkraft. Egal wie sehr du dich anstrengst nicht zu sündigen und gut zu sein, irgendwann passiert es und du sündigst. Was ist die Lösung hierfür? Wie in unserem Beispiel mit der Schwerkraft: Es bedarf eines anderen Gesetztes, das das erste aufhebt. Dieses andere, stärkere Gesetz ist das Gesetz des Geistes des Lebens. Im neuen Menschen herrscht das Gesetzt des Geistes des Lebens. Im neuen Menschen können wir Gott wohlgefällig wandeln ohne uns anstrengen zu müssen. Es gilt ein anderes Gesetz, das Gesetz des Geistes des Lebens! Lobt den Herrn dafür!

Mitgekreuzigt und mit Christus zusammen lebendig gemacht

In Römer 6:6 lesen wir:

Da wir dies wissen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde unwirksam würde, so dass wir der Sünde nicht mehr als Sklaven dienen;

(Siehe auch z.B. Galater 2:19-20)

Es ist eine Tatsache, die wir, als gläubige und getaufte Christen für uns in Anspruch nehmen können. Christus hat am Kreuz nicht nur für unsere Sünden bezahlt, er hat auch unseren alten Menschen mit ans Kreuz genagelt.

In Römer 6:11 lesen wir weiter:

Also auch ihr: Schätzt euch selbst so ein, dass ihr für die Sünde tot seid, aber Gott in Christus lebt.

Es ist wichtig, sich selbst richtig einzuschätzen. Wenn ich mich in meiner Arbeit für den Chef halte, ohne es wirklich zu sein, werde ich Probleme bekommen. Andersherum wird der Chef, wenn er sich selbst nicht für den Chef hält, ebenfalls Probleme bekommen.

Wir sind wirklich mit Christus zusammen gekreuzigt und auferstanden. Dies ist eine geistliche Tatsache. Es ist fatal, wenn wir uns selbst falsch einschätzen und meinen, wir müssten die Sünde selbst überwinden. Nein, die Lösung ist, unter ein anderes Gesetz zu kommen. Nur so kann das erste Gesetz überwunden werden. Deshalb: Wenn du merkst, der Ärger, die Ungeduld o.ä. steigt in dir auf, dann wende dich schnell zum Geist in dir. Versuche nicht, diese Dinge zu unterdrücken, denn das hieße, gegen ein Naturgesetz anzukämpfen!

Das Gesetz des Geistes des Lebens macht frei

Das Gesetz des Geistes des Lebens macht uns frei vom Gesetz der Sünde und des Todes. Es ist aber eine täglich Übung, sich zum Geist zu wenden. Jesus sagt nicht umsonst in Lukas 9:23:

Wenn jemand mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir.

Sich selbst verleugnen bedeutet alles, auch die guten Eigenschaften, des alten Menschen abzulehnen und den neuen Menschen weiter anzuziehen. Es ist eine tägliche Übung sich zum Geist zu wenden. Wenn wir beständig in dieser Übung bleiben, werden wir wahre Freude und Freiheit erfahren. Und nicht nur das, wir werden mehr von Gottes Natur gewinnen und uns einen Schatz für die Ewigkeit sammeln.

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Autor: Weizenkorn

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