Die Taufe (1/3)

Wenn du an den Herrn Jesus glaubst, dann ist es sehr wichtig, dass du auch getauft wirst. Warum ist die Taufe so wichtig, und welche Bedeutung hat sie? Viele halten die Taufe lediglich für eine Formalität bzw. ein Ritual. So oberflächlich dürfen wir sie jedoch nicht betrachten, sondern müssen die Wirklichkeit der Taufe ergründen. Die Bibel offenbart drei wunderbare Bilder, um uns auf lebendige Weise die Taufe vor Augen zu führen: den Durchzug der Kinder Israel durch das Rote Meer, ihre Überquerung des Jordanflusses, um ins gute Land zu gelangen, und Noahs Errettung aus der Sintflut in der Arche. Jedes dieser historischen Ereignisse aus dem Alten Testament ist ein Sinnbild auf die Wirklichkeit der Taufe heute.

Der Durchzug durch das Rote Meer (2.Mose 14)

Nachdem die Israeliten viele Jahre lang Sklaven in Ägypten gewesen waren, erwies Gott dem Pharao gegenüber seine Macht und schickte ihm zehn Plagen. Daraufhin ließ der Pharao die Kinder Israel schließlich aus Ägypten ausziehen. Bei ihrer Wanderung durch die Wüste ging der Herr in einer Wolkensäule vor ihnen her, um ihnen den Weg zu weisen. Als Ägypten hinter ihnen lag, änderte der Pharao seinen Sinn un jagte ihnen mit seinem Heer nach. Die Israeliten hatten große Angst: vor ihnen das Rote Meer, hinter ihnen der Pharao uns sein Heer! Da befahl Gott dem Mose, seinen Stab zu erheben und seine Hand zum Meer hin auszustrecken, um es zu teilen; und Gott teilte die Wasser des Roten Meeres und ließ sein Volk auf trockenem Land hindurchziehen. Aber das Heer des Pharao folgte mit geringem Abstand. Sobald jedoch der letzte Israelit das Rote Meer durchquert hatte, kamen die Wasser zurück und verschlangen das ganze Heer des Pharao. Paulus spricht in 1.Korinther 10:1-2 über die Taufe und bezieht sich dabei auf diesen Durchzug durch das Rote Meer: „Denn ich will euch, Brüder, nicht in Unwissenheit darüber lassen, dass unsere Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer gegangen sind, und alle sind auf Mose getauft in der Wolke und im Meer.“ Diese Verse zeigen uns drei Aspekte der Taufe: unter der Wolke, durch das Meer und auf Mose (wörtlich: in Mose hinein) getauft. Die Wolke gehört zum Himmel, das Meer gehört zur Erde. Äußerlich betrachtet werden wir bei der Taufe im Wasser sozusagen im Roten Meer untergetaucht. Dies ist das sichtbare Zeugnis der Taufe, welches bezeugt dass du jetzt Gott gehörst. Darüber hinaus gibt es aber noch weitaus mehr als nur die Taufhandlung in das Wasser hinein – nämlich die Wirklichkeit der Taufe, angedeutet durch die Wolke.

Mit Wasser und mit dem Heiligen Geist getauft

In der Bibel ist die Wolke ein Hinweis auf den Heiligen Geist. Die Wirklichkeit der Taufe hat ihren Ursprung im Heiligen Geist. Gleichwie die Luft, so kann man auch den Heiligen Geist nicht sehen. Daher gebraucht die Bibel das sichtbare Wasser als ein Symbol für den unsichtbaren Heiligen Geist. Das Wasser ist ein sichtbares Zeugnis, der Geist ist die unsichtbare Wirklichkeit. Ohne den Heiligen Geist ist die Wassertaufe sinn- und bedeutungslos. Wir wir jedoch an den genannten Versen sehen, wurden wir nicht nur dadurch getauft, dass wir „durch das Meer“ gingen, sondern auch dadurch, dass wir „unter der Wolke“ waren, das heißt im Wasser und mit dem Heiligen Geist. Johannes der Täufer bezeugte in Markus 1:8: „Ich habe euch in Wasser getauft, er aber wird euch im Heiligen Geist taufen.“ 1.Korinther 12:13 bestätigt dies: „Denn wir sind in einem Geist alle in einen Leib hineingetauft worden, wir seien Juden oder Griechen, wir seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt worden.“ Es ist wichtig, dass jeder, der getauft wird, glaubt, dass er in jenem Augenblick nicht nur mit Wasser, sondern vielmehr mit dem Heiligen Geist getauft wird. Ebenso wie die Kinder Israel durch das Rote Meer gingen und unter der Wolke waren, so müssen auch wir nicht nur im Wasser, sondern in die himmlische Realität de Heiligen Geistes hineingetauft werden. Hierfür brauchen wir den lebendigen Glauben.

In Christus hineingetauft

1.Korinther 10:2 sagt uns auch, dass wir „in Mose hineingetauft“ wurden. Nirgendwo im Alten Testament heißt es, dass die Israeliten in Mose hineingetauft wurden. Wie kommt dann Paulus zu dieser Aussage? Wir brauchen eine Offenbarung. Im Alten Testament ist Mose ein B ild, ein Symbol für Christus. Wenn also Paulus schreibt, dass wir in Mose hineingetauft werden, dann werden wir in Wirklichkeit in Christus hineingetauft. Wer an Christus Jesus gläubig wird, nimmt Christus in sein Leben auf, aber er muss auch in Christus hineingetauft werden. Daher steht im griechischen Urtext das Wort „hineinglauben“, um unseren Glauben zu beschreiben. Die deutsche Sprache kennt diese Formulierung nicht. Im Deutschen kann man nur sagen: „an Jesus Christus glauben“, niemals “ in Jesus Christus hineinglauben“. Dasselbe gilt für Galater 3:27: „Denn ihr alle, die ihr in Christus Jesus hineingetauft worden seidm habt Christus angezogen“ und Römer 6:3: „Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir in Christus Jesus hineingetauft wurden, in seinen Tod hineingetauft sind?“ Das Zeil des lebendigen christlichen Glaubens besteht also darin, die Gläubigen in Christus hineinzubringen, Wenn jeder, der gläubig geworden ist, dieses Ziel klar erkennt, wird er auch ganz selbstverständlich den Wunsch haben, getauft zu werden. Daher werden wir auch mit Christus eins gemacht, wenn wir in Jesus Christus hineinglauben und in ihn hineingetauft werden. Andere Übersetzungen benutzen dafür Wörter wie „eingepfropft“, „verbunden“, „zusammengewachsen“ (Römer 6:5). Wir kommen hinein in eine wunderbare Verbindung mit ihm! Durch diese Verbindung haben wir teil an allen Reichtümern Christi und an allem, was er durchlebt hat: an seiner vollkommenen Menschlichkeit, seiner Göttlichkeit, seinem Tod und seiner Auferstehung, seiner Auffahrt, seiner Autorität und all seinem Werk. Paulus sagt in Epheser 2:5-6: Gott hat uns „mit Christus zusammen lebendig gemacht – durch Gnade seid ihr gerettet – und zusammen auferweckt und zusammen in den Himmeln niedergesetzt in Christus Jesus.“ Überlegt einmal: Wo sind wir heute? Bin ich in Deutschland, oder bin ich in den Himmeln? Beides trift zu. Ich bin hier, aber der Herr Jesus ist in den Himmeln niedergesetzt, und ich bin mit Christus in den Himmeln niedergesetzt. Wie kann das sein? Es ist nur möglich, wenn ich durch den Heiligen Geist mit Christus eins gemacht bin. Wie könnten wir auch mit ihm zusammen gestorben, auferstanden und aufgefahren sein, wenn wir nicht mit ihm eins gemacht sind? Es gibt keine anderen Weg. Die Verse in Römer 6:3-5 zeigen uns, dass die Verbindung mit Christus durch die Taufe geschieht. Das ist unsere Rettung. Wir sehen also, wie wichtig es ist, getauft zu werden. Daher sagt der Herr in Markus 16.16: „Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden.“

Die Mächte Satans und der Finsternis werden zunichte gemacht

Wie wir schon gesehen haben, wurden die Israeliten nach ihrem Auszug aus Ägypten von Pharao und seinem Heer verfolgt. Als sich das Rote Meer teilte und die Israeliten hindurchzogen, jagte ihnen der Pharao mit seinem Heer immer noch nach. Sobald jedoch die Kinder Israel das andere Ufer erreicht hatten, strömte das Wasser zurück und ertränkte das ganze Heer Pharaos. Als die Israeliten die großen Taten Gottes sahen, wie er ihren Feind vernichtete, sangen sie auf der anderen Seite des Roten Meeres ihrem Herrn voller Freude Loblieder. Wie wunderbar endete doch ihr Zug durchs Rote Meer. Dies ist ein Bild für unsere Erfahrung der Taufe. Wenn du getauft wirst, werden die Mächte Satans und der Finsternis ebenso vernichtet wie damals Pharao und sein Heer. Sie können dich nicht länger verfolgen. Wenn du getauft wirst, kommst du nicht nur in Christus hinein und wirst mit ihm eins gemacht, sondern du wirst gleichzeitig erfahrne, dass Gott durch den Tod Jesu Christi am Kreuz den Satan zusammen mit der Macht der Finsternis und des Todes schon für dich gerichtet und vernichtet hat. In Hebräer 2:14 lesen wir: „Weil nun die Kinder Blut und Fleisch haben, ist auch er in gleicher Art dessen teilhaftig geworden, damit er durch seinen Tod den zunichte machte, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel.“ Lobt den Herrn! Jeder Getaufte muss das persönlich erfahren. Immer wenn Satan dich angreifen will, musst du die Wirklichkeit der Tauf in deinem Geist berühren und dem Teufel und der Macht der Finsternis mit Kühnheit verkünden: “ Du bist schon durch Christi Tod am Kreuz gerichtet und zunichte gemacht; und ich bin jetzt mit Christus eins gemacht. Von jetzt an hast du nichts mehr bei mir zu suchen !“ Die Mächte der Finsternis werden vor dir fliehen, wenn du dies verkündest. In Christus sind wir weit mehr als Überwinder! Du musst lernen, dich auf diese Wirklichkeit der Taufe zu stellen, dann sind Satan und seine Mächte machtlos. Paulus schriebt in Kolosser 1:13: „Der uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe.“ Wie wunderbar ist doch die Taufe!

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