Die Taufe (2/3)

In diesem Artikel wollen wir das nächste Beispiel für die Taufe betrachten – die Überquerung des Jordans.

Die Überquerung des Jordan

(Josua 3 und 4)Die Israeliten hatten bereits ein Gewässer, das Rote Meer, durchquert, in welchem Gott den Pharao und sein Heer vernichtete, und dies zeigt Gottes Gericht über Satan und die ganze Macht der Finsternis bei unserer Taufe. Warum mussten sie dann noch ein zweites Wasser – den Jordan – durchqueren? Welche Bedeutung hat das? Die Israeliten waren zwar tatsächlich schon aus Ägyptenherausgekommen, aber die Sitten und Gebräuche Ägyptens sowie auch der Geschmack an ägyptischen Speisen waren ihnen sozusagen in Fleisch und Blut übergegangen. Aus diesem Grund murrten sie während ihrer Reise durch die Wüste immer wieder gegen Mose, gaben sich ihren fleischlichen Lüsten hin, beteten die Götzen Ägyptens an und rebellierten gegen Gott. Sogar weigerten sie sich, in das gute Land hineinzugehen. Dies alles führte dazu, dass sie vierzig Jahre lang in der Wüste umherwanderten. Ihr Zustand gleicht dem vieler Gläubigen. Obwohl wir – so zeigt es uns die Bibel – gläubig geworden und nun gerettet sind, befinden wir uns immer noch in unserem Fleisch, unserem gefallenen natürlichen Sein und in unserem Selbst. Wir versagen ständig und sind rebellisch. Aber das Werk Gottes ist sehr gründlich, wie uns dieses zweite Bild der Taufe zeigt: das Überqueren des Jordan. Anhand dieses Bildes erkennen wir, wie die Taufe auch mit unserem Selbst, unserem Fleisch und unserer gefallenen Natur fertig wird.Die alte rebellische Generation, die aus Ägypten herausgekommen war, starb in der Wüste, die neue Generation jedoch überquerte den Jordan, um in das gute Land hineinzukommen, denn diesen Weg hatte Gott für sie bestimmt. Als die Priester, die die Bundeslade trugen, in den Jordan hineingingen, blieb das Wasser, das stromabwärts floss, stehen, so dass die Priester mitten im Jordan im Trockenen standen, bis das ganze Volk über den Jordan gelangt war. Gott gebot Josua, aus jedem der zwölf Stämme einen Mann zu beauftragen, je einen Stein aus der Mitte des Jordan zu nehmen und ihn mit hinüberzutragen, dorthin, wo sie lagern sollten. Dann richtete Josua in der Mitte des Jordan, wo die Priester standen, die die Bundeslade trugen, zwölf Steine auf. Nachdem auch die Priester mit der Bundeslade den Jordan überquert hatten, kam das Wasser und begrub die zwölft Steine, die Josua im Jordan aufgerichtet hatte. Dieser Abschnitt der Bibel ist sehr bedeutungsvoll.

Ich bin mit Christus gekreuzigt

Die Steine, die Josua mitten im Jordan aufrichtete, repräsentieren unser Selbst, unser Fleisch und unsere ganze gefallene alte Schöpfung. All das wurde im Jordan begraben! In Römer 6:6 lesen wir, dass unser „alter Mensch samt ihm gekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde unwirksam würde, so dass wir der Sünde nicht mehr als Sklaven dienen.“ Wenn wir also im Wasser der Taufe untertauchen, wird dort unser altes Selbst begraben; und wenn wir aus dem Wasser steigen, kommen wir als ein neuer Mensch heraus – angedeutet durch die zwölf Steine aus dem Jordan, die die Israeliten ans andere Ufer mitnahmen. Paulus schreibt in Römer 6:4: „Wir sind also mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt wurde durch die Herrlichkeit des Vaters, ebenso auch wir in der Neuheit des Lebens wandeln sollen.“ Lobt den Herrn für die Neuheit des Lebens! „Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir.“ (Galater 2:20).Wenn nun Satan kommt, um dich zu versuchen oder dich zu verdammen, weil du versagt hast, oder wenn du dich schwach fühlst, musst du dem Satan, deinem Selbst und dem Herrn gegenüber verkünden: „Mein alter Mensch ist mit Christus gekreuzigt. Ich bin getauft! Christus lebt jetzt in mir!“ In Galater 5:24 heißt es: „Die aber Christi Jesu sind, haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.“ Halleluja! Denke bitte daran, dass die Wirklichkeit dieser Tatsachen im Geist ist! Die Israeliten gingen zweimal durch Wasser hindurch – durchs Rote Meer und durch den Jordan. Aus diesem Grund werden sie auch Hebräer genannt, was so viel wie „Flussüberquerer“ bedeutet. Wir, die wir in Christus Jesus hineingetauft wurden, sind „aus dem Tod in das Leben hinübergegangen“ (Johannes 5:24; 1.Johannes 3:14), haben uns „von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt Satans zu Gott bekehrt“ (Apostelgeschichte 26:18). Unser alter Mensch und die alte Schöpfung wurden mit ihm begraben, und „siehe, es ist neu geworden“ (2.Korinther 5:17). Daher haben auch wir – durch eine Taufe – zwei Gewässer durchschritten! Gott hat Satan und die Welt gerichtet, und er hat unser altes Selbst und unser Fleisch erledigt! Deshalb ist die Taufe so real uns so wichtig.

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