Die Taufe (3/3)

In den Tagen Noahs sah Gott die Bosheit, Verdorbenheit und Gewalttätigkeit der Menschen auf Erden. Daher beschloss er, alles Böse auf Erden durch eine große Flut zu richten und zu vernichten. „Aber Noah fand Gnade vor dem Herrn“ (1.Mose 6:8). Er gebot Noah, eine Arche genau nach seinen Anweisungen zu bauen. Noah und seine Familie waren die Einzigen, die in die Arche gingen und von dem Gericht Gottes gerettet wurden.

In den einen Leib Christi, die Gemeinde, hineingetauft

Im Neuen Testament wird in 1.Petrus 3:20-21 die Taufe mit Noahs Rettung in der Arche verglichen: „Die einst nicht gehorchten, als die Langmut Gottes in den Tagen Noahs wartete, solange die Arche gebaut wurde, in der wenige, das ist acht Seelen, sicher durch Wasser hindruchgebracht wurden. Das Gegenbild davon, die Taufe, rettet jetzt auch euch – nicht ein Ablegen der Unreinheit des Fleisches, sondern die Bitte an Gott, uns ein gutes Gewissen zu geben – durch die Auferstehung Jesu Christi.“ Alle, die in Christus hineingetauft wurden, sind wie Noah, der in die Arche hineinging, Einerseits ist die Arche ein Bild auf den Herrn Jesus Christus, andererseits ist sie auch ein Bild auf den Leib Christi (1.Korinther 12:13), welcher die Gemeinde ist.

Befreit vom Fluch und vom Gericht Gottes

Wenn der Herr Jesus wiederkommt, wird Gott wie in den Tagen Noahs die Erde richten. Bevor er kommt, wird es eine Zeit großer Trübsal geben, dreieinhalb Jahre lang, in welcher Gott die Welt richten wird. Wie in den Tagen Noahs besteht auch unsere Rettung heute darin, dass wir in die Arche hineingehen, hinein in Christus und die Gemeinde. Dies geschieht durch die Wirklichkeit (nicht durch das Ritual) der Taufe. Wir, die wir glauben und getauft sind, werden bewahrt werden vor dem Gericht Gottes über die Welt. Der zitierte Vers sagt, dass die Taufe nicht die Unreinheit unseres Fleisches beseitigen kann. Nur das kostbare Blut Jesu wäscht uns rein von aller Befleckung. Aber wenn wir im Wasser der Taufe untergetaucht werden, kommen wir in Christus hinein. Mit dieser Wirklichkeit des Durchquerens des Roten Meeres und des Jordan gibt es nun keine Verdammnis für uns, die wir in Christus Jesus sind und nach dem Geist wandeln (Römer 8:1). Daher können wir ein reines Gewissen vor Gott haben und brauchen uns am Tag der Wiederkunft Christi nicht vor ihm zu fürchten. Wir sind durch die Taufe mit Christus in seiner Auferstehung eins gemacht und sind durch den einen Geist in seinen Leib hineingetauft worden. Daher sind wir vor Gott unserem Vater völlig gerecht gemacht. Wer frisch getauft ist, muss seinen Glauben üben. Ihr seid in die Arche hineingekommen, in Christus und die Gemeinde. Ihr könnt nun kühn verkünden, dass ihr mit Gott versöhnt seid und nicht mehr mit der Welt gerichtet werdet.

Zögere nicht – lass dich jetzt taufen!

Nachdem wir nun das Rote Meer, den Jordan und die Arche als deutliche und starke Beispiele für die Taufe vor Augen haben, werden wir auch erkennen, warum wir getauft werden müssen. Durch die Taufe kommen wir in eine wunderbare Verbindung mit Christus. Johannes 14:20 ist ein kostbares Wort: „An jenem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.“ Solch eine Einheit ist sehr geheimnisvoll und doch wunderbar. Es sollte uns nun völlig klar sein: Wenn wir Christus durch den Glauben in unseren Geist und unser Herz aufnehmen, so muss auch die Taufe folgen, damit wir durch denselben Glauben in Christus hineinkommen. Die Taufe ist also eine Notwendigkeit!Viele denken, der Glaube an Jesus reiche aus, die Taufe sei nicht so wichtig; sie betrachten sie als reine Formalität. Immer wieder hört man: „Da ist jemand an Christus gläubig geworden. Lobt den Herrn dafür! – aber mit der Taufe kann man noch warten.“ Es scheint, als ob es mühsamer sei getauft zu werden als zu glauben. Um zu glauben braucht man nur wenige Sekunden, für die Taufe jedoch muss man sich umziehen und noch das Wasser bereiten (ganz zu schwiegen von all den traditionellen Tauf-Riten, die Menschen sich ausgedacht haben). Immer wieder hört man: „Das ist jetzt zu umständlich“ – und es vergehen Jahre, und derjenige ist immer noch nicht getauft. Das ist ein großer Verlust für ihn. Wir alle müssen sehen, wie wichtig die Taufe ist und dass sie daher nicht aufgeschoben werden darf.

Das Beispiel von der Bekehrung des Paulus

Als Saulus von Tarsus auf dem Weg nach Damaskus war, um die Christen zu verfolgen, erschien ihm der Herr Jesus in einem großen, hellen Licht. Er wurde blind, und man führte ihn nach Damaskus, wo er drei Tage lang fastete und betete (Apostelgeschichte 9:3-18; 22:5-11). Da sandte der Herr einen frommen Mann namens Ananias zu ihm, damit er ihm die Hände auflegte und er wieder sehend würde. Kaum hatte er sein Augenlicht wiedergewonnen, sagte Ananias zu ihm: „Und nun, was zögerst du? Steh auf, lass dich taufen und wasche deine Sünden ab, indem du seinen Namen anrufst“ (Apostelgeschichte 22:16).

Das Beispiel des Kerkermeisters

Auch Apostelgeschichte 16:25-33 zeigt klar und deutlich, dass Glaube und Taufe zusammengehören. „Um die Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und sangen Gott Loblieder; und die Gefangenen hörten ihnen zu. Da geschah plötzlich ein großes Erdbeben, so dass die Grundmauern des Gefängnisses erschüttert wurden; und auf der Stelle wurden alle Türen geöffnet und die Fesseln aller gelöst. Als nun der Kerkermeister aus dem Schlaf erwachte und die Türen des Gefängnisses geöffnet sah, zog er das Schwert und wollte sich selbst töten, denn er meinte, die Gefangenen seien entflohen. Paulus aber rief mit lauter Stimme und sprach: Tu dir kein Leid an, denn wir sind alle hier! Er aber forderte Licht, sprang hinein und fiel zitternd vor Paulus und Silas nieder. Und er führte sie heraus und sagte: Ihr Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde? Sie sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus gerettet. Und sie redeten das Wort Gottes zu ihm samt allen, die in seinem Hause waren. Und er nahm sie in derselben Stunde der Nacht zu sich und wusch ihnen die Striemen aus. Und er ließ sich ohne Aufschub taufen, er und all edie Seinen.“ Sie warteten nicht einmal bis zum Morgen. Glauben und getauft werden gehören zusammen wie zwei Schuhe, die ein Paar ergeben – man braucht beide, um beim Gehen nicht das Gleichgewicht zu verlieren.

Das Beispiel des Eunuchen

Manch einem ist es unangenehm, von zu vielen Menschen beobachtet zu werden. Schiebe deine Taufe nicht aus solch einem Grund auf. Aus biblischer Sicht braucht es bei der Taufe keine jubelnde Menge. Die einzigen Menschen, die anwesend sein müssen, sind derjenige, der getauft wird, und derjenige, der die Taufe vollzieht; wie zum Beispiel in Apostelgeschichte 8:26-40. Dort sehen wir, wie Philippus, ein Evangelist, einem Eunuchen, der in einem Wagen durch die Wüste unterwegs war, das Evangelium predigte. Außer dem Wagenführer waren sie die Einzigen dort im Wagen. In Vers 36 heißt es: „Und als sie die Straßen weiterzogen, kamen sie an ein Wasser, und der Eunuch sagte: Sieh, da ist Wasser; was hindert es, dass ich mich taufen lasse?“ Der Eunuch fragte nicht, ob er glauben, sondern ob er getauft werden könne. Philippus antwortete: „Wenn du von ganzem Herzen glaubst, mag es geschehen… Under hieß den Wagen halten, und sie stiegen beide hinab in das Wasser, Philippus und der Eunuch, und er taufte ihn.“ Hier sehen wir ganz deutlich, dass die Taufe unmittelbar auf den Glauben an Jesus Christus folgt und dass es nicht erforderlich ist, in Anwesenheit vieler Menschen getauft zu werden. Die Hauptsache ist, dass du in die Wirklichkeit der hineinkommst. Zögere nicht! Wenn du getauft bist, wirst du voller Freude sein: „Und er reiste seine Straße fröhlich.“

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