Wie Gott uns Menschen aus unseren Tiefen befreit

„Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen, nun heile ich dich“
2. Könige 20,5

Ich will dir erzählen von Hoffnung.
Ich will dir erzählen von Freude und Frieden.
Ich will dir erzählen von Liebe.

Zu Beginn will ich dir meine Geschichte erzählen.

Es war Winter und ich war mitten im Studium.  In diesem Jahr war ich besonders überlastet mit Prüfungen, Praktika und Abgaben. Ich hatte wenig bis keine Zeit für mich. Der graue Himmel und der Stress taten sein Übriges. Langsam merkte ich, wie ich immer leerer wurde. Ich fragte mich, wozu ich das alles überhaupt noch machte. Dinge, die mir normalerweise Freude machten, kamen mir nutzlos und anstrengend vor. Ich war müde und fühlte mich schwer. Ich wurde immer niedergeschlagener und weinte mich tagelang abends in den Schlaf. Und doch wusste ich nicht, warum ich so traurig war. Ich wollte, dass niemand etwas merkte und redete mit niemandem darüber. Tagsüber war ich gereizt und antwortete auf Fragen einsilbig und genervt.
Ich konnte nicht mehr.

Es konnte so nicht weiter gehen, aber ich sah keinen Ausweg. Doch etwas Wunderbares passierte in mir. Zahlreiche Bibelverse, die ich vor langer Zeit gelesen hatte, kamen mir immer wieder plötzlich in den Sinn. Wie als würde jemand in mir reden. Darunter dieser:

„Ich bin so müde vom Seufzen; ich schwemme mein Bett die ganze Nacht und netze mit meinen Tränen mein Lager. […] Der Herr hört mein Flehen, mein Gebet nimmt der Herr an.“ (Psalm 6,7)

Ohne große Hoffnung begann ich zu meinem Gott zu schreien: „Herr, ich kann es nicht! Ich kann es nicht! Ich kann nicht mehr!“ Zuerst war da keine Antwort. Aber ich rief immer weiter zu ihm: „Ich kann es nicht!“

Dann eines Tages als ich wieder nicht einschlafen konnte, begann ich mir christliche Lieder anzuhören. Obwohl ich sie mir wahllos aussuchte, handelten ausnahmslos alle von Gottes Liebe zu mir. Plötzlich erfüllte mich diese Liebe und ein tiefer Friede kam über mich.

Gott liebt mich. Gott ist da. Gott ist nie weg gewesen, er hat mich die ganze Zeit bewahrt und gehalten.

Gott tut was er verheißen hat:
„Weil ich dich liebe werde ich dich erretten. Du kennst meinen Namen, darum will ich dich befreien. Du wirst mich anrufen und ich werde dich erhören; Ich bin bei dir in der Not.“ (vgl. Psalm 91,14-15)

Wenn man am tiefsten Punkt angekommen ist, hilft es nur noch nach oben zu blicken. In der dunkelsten Nacht braucht man das Licht am meisten.

Ich will dir von meinem Gott erzählen, dessen Name Immanuel ist. Das bedeutet: „Gott mit uns“.
Mein Gott ist mit mir, er ist Licht, Leben und Liebe. Mein Gott schenkt Freude und Frieden.

Ich will dir Worte von meinem Gott zeigen.

Mein Gott dringt selbst in die tiefsten Bereiche unserer Seele durch.[1] Sein Licht leuchtet selbst in der tiefsten Dunkelheit, denn er ist das Licht und in ihm ist keine Finsternis.[2] Er kann alle Nacht vertreiben.[3] Er ist bei uns selbst im Tal des Todesschattens.[4] Mein Gott hat versprochen, dass er mir Zukunft und Hoffnung schenkt.[5] Gott versorgt uns mit allem was wir brauchen.[6]

Und er liebt uns, denn Gott ist Liebe.[7]

„Denn so sehr hat Gott die Welt (- und damit auch DICH -) geliebt, dass er seinen Einziggeborenen Sohn gab, damit JEDER, der an ihn glaubt nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ (Johannes 3,16)

Wenn du das hier liest, geht es dir vielleicht ähnlich. Vielleicht fühlst du dich, als würde dich die Last des Lebens niederdrücken. Als läge eine schwere Decke auf dir, die alles Schöne erstickt. Kennst du auch diese Leere und Finsternis in dir?

Es ist gut und wichtig sich Hilfe zu suchen oder darum zu bitten. Verstecke deine Sorgen und Traurigkeit nicht vor anderen. Rede dir dieses ernstzunehmende Problem nicht klein.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir empfehlen zu dem wunderbaren Gott zu kommen, von dem ich dir jetzt erzählt habe. Er möchte dir Hilfe in deiner Not sein und versteht dich.
Er kann dir Hoffnung und Freude zurückgeben. Bitte ihn um Hilfe und er wird dich nicht allein lassen.
Du kannst zu ihm reden wie zu einem Freund. Wenn du möchtest, kannst du zu ihm dieses kurze Gebet sprechen:  

Gott, ich bin ganz unten.
Ich bin in Finsternis. Ich brauche deine Hilfe.
Zeige mir mit deinem Licht den Weg aus der Finsternis.
Schenke mir Frieden und Leben. Gib, dass ich wieder Hoffnung und Freude empfinden kann.
Lass mich jetzt deine Liebe spüren.
Komm in mein Herz und erfülle mich ganz.“


[1] Psalm 55:19

[2] 1. Johannes 1; 5, Johannes 8;12

[3] Psalm 139; 12

[4] Psalm 23;4

[5] Jeremia 29;11

[6] Lukas 12;24

[7] 1.Johannes 4;8


Psalm 55: 18 – 19
„Abends und morgens und mittags klage und stöhne ich; und er hat meine Stimme gehört. Er hat meine Seele zum Frieden erlöst.

1.Johannes 1;5
„Gott ist Licht und in ihm ist gar keine Finsternis.“

Johannes 8;12

„Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird gewiss nicht in Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

Psalm 139;12

„Ja, bei dir ist Finsternis nicht finster und die Nacht leuchtet wie der Tag. Bei dir ist Finsternis Licht.“

Psalm 23;4

„Und ob ich schon wanderte im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“

Jeremia 29;11

„Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke […], Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.“

Lukas 12;24

„Seht die Raben an: Sie säen nicht und ernten auch nicht, sie haben weder Vorratskammer noch Scheune und Gott nährt sie doch. Wie viel mehr seid ihr wert als die Vögel!“

1.Johannes 4;8

„Gott ist Liebe.“

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