Ist Jesus Gott?

Kein Wissenschaftler kann daran zweifeln, dass Jesus tatsächlich existiert hat.

Denn für sein Leben gibt es zu viele Zeugen. Neben hunderten antiken christlichen Quellen zeugen auch zahlreiche weitere unabhängige historische Quellen von ihm. Persönlichkeiten wie der jüdische Historiker Flavius Josephus haben von ihm in ihren Schriften erzählt (Antiquitates Judaicae, 93 n.Chr.). Er wurde erwähnt in jüdischen Quellen wie dem Talmud und anderer traditioneller jüdischer Literatur. Man findet ihn in Schriften des römischen Geschichtsschreibers Tacitus (Annalen, 116 n. Chr.). Und selbst im Koran ist Jesus zu finden.  

Außerdem kann man auch die Beweise für sein Leben im neuen Testament nicht ignorieren. Es ist schließlich das am besten überlieferte Dokument der Antike. Auch die Existenz der Personen des neuen Testaments wie Pilatus und Herodes wurde schriftlich und archäologisch bewiesen.

Eine Frage, die sich nun stellt: Wenn Jesus tatsächlich existiert hat und wir das nicht leugnen können, so bleibt doch offen, ob der Anspruch der Christen dann auch richtig ist: Nämlich, dass er nicht nur als Mensch auf dieser Erde gelebt hat, sondern auch göttlich war?

Oder war Jesus nur ein guter Lehrer, Prophet und Heiler?

Wurde er vielleicht von uns falsch verstanden und hätte es nie gewollt, dass wir ihn als unseren Gott anbeten?

Jesu Identität

Tatsächlich sagte Jesus nie wortwörtlich „Ich bin Gott.“ Doch sein ganzes Sprechen, sein Tun und Handeln sprachen eine so deutliche Sprache, dass er wegen Gotteslästerung schlussendlich angeklagt und getötet wurde. Den jüdischen Gelehrten war klar, dass er sich mit seinen Aussagen und seinen Taten Gott gleich machte.
Was tat dieser Mann, das ihn so eindeutig von anderen Propheten und Lehrern vor ihm unterschied?

Was den Menschen damals wahrscheinlich am meisten ins Auge sprang, waren seine Wunder. Doch Wunder allein sind nicht ausreichend, um die Tatsache zu erklären, dass durch ihn eine neue Weltreligion entstand.
Es war die Revolution des jüdischen Glaubens, die ihn so einzigartig machte.

Jesus wurde geboren und ein Engel gab seinen Eltern die Anweisung, das Kind „Gott rettet“ zu nennen. Bekannt ist er auch als Immanuel (Jesaja 7:14, Matthäus 1:21-23), was bedeutet: Gott mit uns. Dieses Kind lebte ein ganz normales Leben bis zu seinem dreißigsten Lebensjahr. Nach weiteren drei Jahren, in denen er lehrte und von Gottes Reich sprach, wurde er auf eine der grausamsten Weisen hingerichtet. Er ist dann – durch hunderte von Zeugen bezeugt – vom Tode auferstanden und hat das Leben von Milliarden berührt.

Er wurde von Propheten angekündigt

Seine Geburt war hunderte von Jahren zuvor angekündigt worden. Auch was mit ihm geschehen würde, war in der Bibel zuvor beschrieben worden.

Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen:  Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens (Jesaja 9:6).

Doch er wurde um unserer Vergehen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut (Jesaja 53: 3-5).

Offensichtlich war es Gott ein Anliegen, diesen Menschen anzukündigen, den Mann, der für unsere Sünden sterben würde.

Jesu Worte

Jesus sagte von sich selbst wunderbare Dinge: Er nannte sich selbst den guten Hirten (Johannes 10:11), ein Titel der im Alten Testament für Gott verwendet wurde. Er sagte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben (Johannes 14:6). Wer kann so etwas für sich beanspruchen!

Gott bezeichnet ihn selbst als seinen Sohn: „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“ (Matthäus 3:17). Und Jesus nannte Gott seinen Vater und sagte außerdem: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Johannes 14:9).

Er ist älter als sein Geburtsalter. Johannes der Täufer bezeugte über ihn: „Nach mir kommt ein Mann, der vor mir geworden ist, denn er war eher als ich“ (Johannes 1:30). Auch Jesus sagt von sich selbst, dass er vor Abraham war: „Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich“ (Johannes 8:58).

Seine Taten

Jesus legte die jüdischen Schriften und Gesetze neu aus. Er sagte, dass kein Mensch durch Gesetzeswerke gerecht werden könne, sondern Gott sehe auf das Herz.  Er nahm gerade die an, die nach dem Gesetz als schlecht gegolten hatten. Und er veränderte die Gesetze mit seiner Lehre und ordnete ihnen eine andere Wichtigkeit zu. Diese Gesetze hatten seit tausenden von Jahren als von Gott gegeben und unveränderbar gegolten! Er sagte von sich selbst, dass er die Gesetze erfüllen würde (Matthäus 5:17-20). Und doch brach er den Sabbat und befolgte viele Gesetze in den Augen der jüdischen Gelehrten nicht. Er handelte dabei jedoch nach dem Willen Gottes. „Ich tue immer was ihm gefällt“ (Johannes 8:29).

Er bezeugte seine eigenen Worte als wahr, indem er immer wieder sagte: „Wahrlich, wahrlich ich sage euch…“ Nach altem jüdischem Gesetz galt ein Wort nur dann als wahr, wenn es von zwei Zeugen gesagt worden war. 

Er hatte eine unglaubliche Macht, dass er sogar Blinde und Gelähmte heilen konnte. Das antwortete er auch Johannes dem Täufer, als dieser ihn fragte, ob er der sei, der kommen sollte (der Messias): „Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen wieder, Lahme gehen, Aussätzige werden gereinigt, Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird gute Botschaft verkündigt“ (Lukas 7:22).

Das wichtigste Indiz: Jesus vergab Sünden!! Wenn ich dir etwas Schlimmes antue, dann kannst nur du mir vergeben. Keiner außer dir kann das. Ich kann Reue zeigen, zahlreiche gute Werke tun, den Armen helfen… Und doch, wenn du mir nicht vergibst, dann kann mir niemand vergeben. Und hier war Jesus und vergab einem gelähmten Menschen seine Sünden!!! „Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben“ (Matthäus 9:2). Als Antwort auf die Empörung über solch eine Lästerung antwortete er den jüdischen Gelehrten: „Was ist denn leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher?“ (Matthäus 9: 5). Und daraufhin heilte er den Mann, der gelähmt gewesen war. Er bestätigte damit seine Autorität.

Die Zeugen

Das sind die Dinge, die Jesus sagte und tat. Sie zeigen eindeutig, dass er Autorität und Macht besaß, die kein Mensch je besessen hatte. Seine Jünger, die drei Jahre jeden Tag bei ihm gewesen waren, hatten das auch erkannt und erzählten es weiter.

„Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben“ (1. Johannes 5:20).

Sein Jünger Petrus nennt ihn „unseren Gott und Retter“ (2.Petrus 1:1). Und das stärkste Zeugnis kommt von Johannes: Er spricht von dem Wort, das Gott war und Fleisch wurde. In diesem Wort war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und dieses Licht wurde Mensch und dieser Mensch war Jesus.

„Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. […] In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. […] Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Einzigen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
(Johannes 1:1-14)

 Dies ist ein sehr starkes Zeugnis, denn an anderer Stelle heißt es auch: „Gott ist Licht und in ihm ist gar keine Finsternis“ (1. Johannes 1:5).

Jesus, der Mensch war, hat einen Namen, der über allen Namen steht. In diesem Namen haben die Apostel Kranke geheilt und Dämonen ausgetrieben. Wessen Name ist so groß, dass er solch eine Macht hat?

Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen, aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters“ (Philipper 2:9-11).

Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist

Jetzt bleibt noch die letzte schwierige Frage zu klären. Natürlich ist Jesus der Sohn Gottes, doch wie kann der Sohn auch Gott sein?
Für diese Frage müssen wir verstehen, dass Gott uns geschaffen hat und damit nicht von unseren Gesetzen abhängig ist.  Denn eines ist klar: Die Bibel zeigt klar, dass Gott einer ist, aber dennoch drei verschiedene Wesen hat. Vater, Sohn und Heiliger Geist.

  1. Der Vater ist Gott (Johannes 6:27)
  2. Jesus ist Gott (Johannes 2:20, Römer 9:5; 2. Petrus 1:1)
  3. Der Heilige Geist ist Gott (Apostelgeschichte 5:3-5)
    Und diese drei sind trotzdem auch voneinander unabhängig (Johannes 14:16-17)

Wie geht das? Wie konnte Gott sterben? Wieso betet Jesus dann zum Vater?  Vielleicht lässt es sich am Besten für uns verstehen, wenn wir uns das Wasser anschauen. Wasser hat drei Aggregatszustände, die sehr unterschiedlich voneinander sind. Eis ist kalt und hart und braucht sehr viel Volumen. Wasser fließt davon wenn man es greifen will. Wasserdampf ist flüchtig und oft unsichtbar. Und doch bestehen alle drei aus demselben Molekül. Auch Licht kann sowohl Welle als auch Teilchen sein, was sehr viele Wissenschaftler jahrelang nicht für möglich hielten. So gibt es viele Beispiele. Tatsache bleibt, dass wir darauf vertrauen können, dass Gott, der die Welt geschaffen hat, sicherlich auch das Problem von drei Personen in einer lösen kann.

Unglaubliche Liebe

Und wie viel unglaublicher macht diese Tatsache die Geschichte von Jesu Kreuzigungstod für uns. Was für eine große Liebe muss der große Gott für uns empfinden, dass er sich nicht nur erniedrigte und Mensch wurde mit normalen Bedürfnissen, wie Trinken, Essen und Schlafen und der dann auch noch für uns starb, um unsere Schuld zu bezahlen.

Ich weiß eines: Gott liebt mich, wie kein anderer lieben kann. Und er ist auch nicht weit weg. Nein, Jesus lebte ein ganz normales Leben, um mit meiner Schwachheit mitfühlen zu können, da er sie selbst erlebt hat.

Und dann?

Dann bleibt uns nichts anderes übrig, als dieses Geschenk Gottes anzunehmen, denn er tat für uns mehr, als wir verdient hätten.

So spricht Gott, der HERR, der die Himmel schafft und ausbreitet, der die Erde macht und ihr Gewächs, der dem Volk auf ihr den Atem gibt und Lebensodem denen, die auf ihr gehen: Ich, der HERR, habe dich gerufen in Gerechtigkeit und halte dich bei der Hand. Ich habe dich geschaffen und bestimmt zum Bund für das Volk, zum Licht der Heiden, dass du die Augen der Blinden öffnen sollst und die Gefangenen aus dem Gefängnis führen und, die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker“ (Die Bibel Jesaja 42: 5-7).

Kommentar verfassen