Ist die Religion der Weg zu Gott?

Während meiner Schulzeit besuchte ich den römisch-katholischen Religionsunterricht. Auch in der Familie feierten wir Weihnachten und Ostern, für meine Mutter war es wichtig an den christlichen Feiertagen in die Kirche zu gehen. Ich selbst glaubte an Gott und betete zu Maria und Gott, aber Jesus habe ich immer nur als Christkind kennen gelernt.
Ich besuchte regelmäßig die Kirche. Die Kirche war für mich ein sicherer Ort, wo ich gerne außerhalb von Gottesdiensten betete. Für Maria und das Christkind habe ich dann auch eine Kerze angezündet, ein bisschen Geld in den Kirchenkasten gelegt und alles war gut.

Eines Tages, als ich zu Maria betete, ergriff mich plötzlich mein Gewissen. Ich hatte den Eindruck, es sei falsch Maria anzubeten, ich solle zu Jesus beten. Weshalb? Warum? Diese Frage stellte ich mir nicht.

Zu meinem 14. Geburtstag schenkte mir ein Freund eine Bibel. Ich umarmte ihn, sah ihn an, und sagte voller Herzensfreude: „Jetzt weiß ich, dass du mein Bruder bist.“ Ich dachte, ich sei als gläubiger Christ allein, da Christsein als altmodisch galt und in die Kirche gehen erst recht.

Mit 15 Jahren machte ich eine schwere Zeit durch, Berufswahl, Pubertät, Prüfungsstress. Ich fragte mich, was ist Sinn des Lebens? Ich wandte mich zu Gott und betete, da die Verzweiflung sehr groß war.
Schließlich erhörte Gott mein Gebet. Nach 30 Bewerbungsschreiben kamen endlich die ersten beiden Zusagen. Die Ausbildung begann, und Gott war wieder Nebensache.

Wieso betone ich wieder? Als Kind und Jugendlicher habe ich die Gemeinschaft mit Gott in dem Raum der Kirche nie wirklich kennengelernt. Obwohl ich gläubig war, war Gott für mich nur in der Kirche und abends vor dem Schlafen gehen in meinem Gebet da.

Als Auszubildender zum Elektriker in einem Familienbetrieb hatte ich es oft nicht einfach. Doch die gute Nachricht war immer: Ab Freitag ist Wochenende! Wo ist die Party? Jetzt konnte ich mit Freunden am Wochenende Feiern gehen. Und dann auch endlich mein erster Lohn, endlich verdiente ich mein eigenes Geld.

Doch so wirklich füllten mich meine Wochenenden nicht. Die Suche nach dem Sinn des Lebens blieb in mir. Was sollte ich tun?
Da ich den Eindruck hatte, dass Gott meine Gebete auch nicht erhörte, entschloss ich, ihn aus meinem Leben zu verbannen. Ich entschloss mich, nicht mehr an Gott zu glauben. Ich ging nun meinen eigenen Weg, ohne Gott.

Jedoch ließ mich mein Gewissen nicht in Ruhe und eines Abends vor dem Schlafengehen klagte ich Gott mein Leid und betete: „Vater vergib mir, es tut mir Leid. Vater vergib mir.“ Stundenlang betete ich, doch mein Gebet fühlte sich leer an.

Voller Tränen und Traurigkeit verspürte ich das Gefühl, dass Gott mir nicht verzeihen würde. Ich dachte, Gott hat mich verlassen, bis ich den Eindruck hatte, dass eine Stimme zu mir redete: „Nur durch mich kommst du zum Vater. Bete zu Jesus!“

Ich wusste nicht ob es mein Gedanke war oder ob Gott zu mir sprach. So betete ich zu Jesus:
„Herr Jesus, bitte lass mich nicht zweifeln. Bitte Herr, vergib mir!“ 
Als ich das sagte, ergriff mich der Heilige Geist. Ich verspürte eine tiefe Ruhe und fing an zu weinen. Friede war plötzlich in mir. Ich kann diesen Moment mit Worten nicht beschreiben, wie schön er war. 

Doch schon bald nach dieser Erfahrung lebte ich wieder mein gewohntes Leben. Die Bibel war mir nicht verständlich. Mein Interesse galt neuen Hobbys und Freunden. Auch Psychologie, Philosophie und Spiritualität interessierten mich. Mein Herz verhärtete sich wieder. Selbst als ich zum zweiten mal eine Bibel geschenkt bekam, wollte ich sie nicht lesen. Allerdings berichtete mir diese Person oft von Jesus und seinem Tod und dass mir die Sünden vergeben sind.

Doch es dauerte noch ein paar Jahre bis ich, durch ein ungutes Erlebnis auf einer Reise entschied, Gott endlich ernst zu nehmen. Auf der Rückreise nach Deutschland sagte ich zu meinem Freund, der mir die Bibel schenkte: „Ich will Gott richtig kennen lernen. Ich bin ein Sünder und mein Leben hat keinen Sinn, wenn ich es so weiterführe.“

Ich entschloss mich Jesus nachzufolgen. Ich lernte die Gemeinde kennen und auch die Bibel begann zu mir zu sprechen.

Liebe/r Leser/in, suchst Du nach dem Sinn des Lebens? Vertraue dein Leben Jesus an! Die Welt ist besiegt. Ein kostbares Geschenk wartet auf dich! Erkenne, dass Jesus dich retten möchte. Bitte ihn, dass er auch dir vergibt. 

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