Rahab – Errettung durch Glaube

Bevor das Volk Israel in das gute Land hineinging, sandte Josua Kundschafter aus, um das Land zu erkunden. Diese kamen in die Stadt Jericho, wo sie in das Haus der Hure Rahab kamen. Rahab war also nicht nur eine Heidin, sie war sogar eine Hure, also eine Person mit moralisch schlechtem Lebenswandel. Und doch wurde sie vor dem Gericht über Jericho errettet und wurde schlussendlich sogar in den Stammbaum Jesu aufgenommen. In diesem Artikel soll es jedoch nicht nur um die Geschichte Rahabs gehen, sondern auch darum, was Gott uns damit heute zeigt.

Aussendung der Kundschafter durch Josua

Vorgeschichte

In Josua 2:1 lesen wir die Geschichte der beiden Kundschafter und Rahabs. Josua sandte die beiden Männer aus, um das Land auszukundschaften. Israel stand zu dieser Zeit noch östlich des Jordans, also außerhalb des verheißenen Landes. Gott hatte dem Volk Israel verheißen, es in das Land zu bringen und die heidnischen Volker, die es bewohnten, vor ihnen zu vertreiben.

Die zwei Männer, die Josua als Kundschafter ausgesandt hatte, hatten den Auftrag, das Land auszukundschaften und die Einnahme des Landes vorzubereiten. Die erste Stadt, die Israel erobern sollte, war Jericho und so kamen die Kundschafter dorthin. Zu dieser Zeit waren die Städte viel kleiner als heute und die Menschen kannten einander, sodass Fremde schnell auffielen. Wahrscheinlich gingen die Kundschafter deshalb in das Haus der Hure Rahab, denn dort gingen fremde Männer ein und aus.

Der König von Jericho erfuhr ziemlich schnell, dass Kundschafter von Israel gekommen waren, und da ihm bewusst war, dass seine Stadt bald angegriffen würde, wollte er die Kundschafter verhaften lassen. Deshalb schickte er Männer zu Rahab. Als diese zu dem Haus kommen, belügt Rahab sie und sagt ihnen, dass die Männer die Stadt bereits verlassen hätten, so rettet sie den beiden das Leben.

Rahabs Glaube

Für die beiden Kundschafter, die zum Volk Gottes gehörten, war Rahab nicht nur eine Heidin, sie war eine sündige Frau. Sie betete Götzen an und verstieß auf vielerlei Weise gegen Gottes Gebote. Sie lebte außerdem in einer Stadt, die Gott richten wollte, da die Menschen darin gegen ihn sündigten und Gräultaten verübten. Das Wichtigste aber war, das Rahab glaubte, dass Gott seinem Volk, das Land geben würde. Aus diesem Glauben heraus handelte sie auch, als sie die Kundschafter versteckte und deren Verhaftung verhinderte, dies lesen wir in Josua 2:8-11. Wenn du an Gott glaubst und daran, dass er die verdorbene Welt richten wird, dann zögere nicht, lass deinem Glauben auch Taten folgen und nimm Jesus als deinen Erretter an. Rahab wollte unbedingt aus Jericho heraus gerettet werden, daher bat sie die Kundschafter:

So schwört mir nun bei dem HERRN, weil ich an euch Barmherzigkeit getan habe, dass auch ihr an meines Vaters Hause Barmherzigkeit tut, und gebt mir ein sicheres Zeichen, dass ihr leben lasst meinen Vater, meine Mutter, meine Brüder und meine Schwestern und alles, was sie haben, und uns vom Tode errettet.

Josua 2:12-13

Werke des Glaubens

Die Geschichte von Rahab zeigt uns bildlich, was auch Jakobus schreibt:

 So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot.

Jakobus 2:17

Die Errettung von der ewigen Verdammnis geschieht allein durch den Glauben und die Gnade Gottes. Er ist in Jesus Christus Mensch geworden und ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben. Wenn du das glaubst und dein Leben Gott übergibst, wirst du gerettet werden.
Dies ist der erste Schritt und gewissermaßen auch schon ein erstes Werk des Glaubens. Rahab begab sich aufgrund ihres Glaubens in Lebensgefahr. Sie wusste nicht, ob die Männer von Jericho die beiden Kundschafter bei ihr nicht doch entdecken würden oder ob die Kundschafter sie verschonen würden. Schlussendlich hat aber ihr Glaube sie und ihre Familie vor dem Gericht gerettet.

Das Zeichen der Errettung

Rahab ließ die Kundschafter an einem Seil durch ein Fenster in der Mauer hinab, so dass sie entkommen konnten. Davor vereinbarte sie mit ihnen, dass sie ein rotes Seil aus ihrem Fenster hängen sollte, wenn die Israeliten die Stadt einnehmen würden und so Rahab und alle, die sich in ihrem Haus befänden, verschont würden.

Wie schon bei den Israeliten, die in Ägypten das Blut des Passah-Lammes an ihre Türpfosten streichen mussten, um vom Gericht Gottes verschont zu werden, so war auch das rote Seil in Rahabs Fenster ein Zeichen auf Jesu Blut. Nur wer in Jesu Blut gewaschen ist und Vergebung der Sünden hat, bleibt von Gottes Gericht über diese Welt verschont.

In Jesu Stammbaum aufgenommen

Als Jericho von den Israeliten eingenommen wurde, verschonten sie alle, die in Rahabs Haus waren. Für ihre Errettung musste sie an keinen besonderen Ort gehen, auch nichts besonderes tun, allein das rote Seil in ihrem Fenster genügte.

Rahab und ihre Familie wurden, nach einer Zeit der Reinigung, in das Volk Israel aufgenommen. In Matthäus 1 ist der irdische Stammbaum Jesu beschrieben und in Vers 5 lesen wir:

Salmon zeugte Boas mit der Rahab. Boas zeugte Obed mit der Rut. Obed zeugte Isai.

Matthäus 1:5

Rahab, die aus solch einem schlechten Hintergrund kam, wurde schließlich sogar Teil des irdischen Stammbaums Jesu!
So ist es auch bei uns, wenn wir den Herrn Jesus aufnehmen und ihn als unseren Herrn und Retter annehmen, bekommen wir ein neues Leben, Gottes Leben. Dies lesen wir z.B. in Johannes 1:12:

Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben.

Auch wir werden Teil der Familie Gottes und werden nicht mit der Welt gerichtet.

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Das gute Land – Teil 1

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