Speise in der Wüste und im guten Land

Auf seiner Wanderung durch die Wüste aß das Volk Israel Manna und trank Wasser. Aber dafür hatte Gott sein Volk nicht aus Ägypten herausgeführt. Er wollte das Volk Israel ins gute Land bringen, wo es reichlich Nahrung gab (5.Mose 8:7-10). Im Neuen Testament zeigt Jesus, dass er das wahre Brot aus dem Himmel (Manna, Johannes 6:35) ist und dass der Geist wie Ströme lebendigen Wassers in uns fließen soll (Johannes 7:38-39).

Wie beim Volk Israel damals, ist es für uns als Christen nicht egal, welche geistliche Speise wir zu uns nehmen. Wie die physische Speise eine Auswirkung auf deinen Leib hat, so hat die geistliche Speise auch eine Auswirkung auf deinen Geist und deinen Wandel.

Folgende Verse zeigen, wie es damals dem Volk Israel erging:

VerseSpeiseEreignis
2.Mose 12:1-28, 43-51Passah, bittere Kräuter, ungesäuertes BrotIsrael zieht aus Ägypten aus
2.Mose 15:22-27WasserIsrael murrt, da kein Wasser da ist. Gott zeigt Mose ein Holz, das Wasser wird süß nachdem Mose das Holz ins Wasser wirft. Israel kommt nach Elim.
2.Mose 16:2-4, 12-14Manna am Morgen,
Wachteln am Abend
Israel sehnt sich nach den Fleischtöpfen Ägyptens, Gott gibt Speise.
2.Mose 17:1-7WasserDas Volk murrt uns sehnt sich nach Ägypten zurück. Mose schlägt den Fels und Gott gibt Wasser aus dem Fels.
2.Mose 32:1-6GötzenopferIsrael betet das goldene Kalb an, bringt Götzenopfer dar, isst und spielt. Gericht durch die Leviten. 3000 Männer tot.
4.Mose 9Passah, bittere Kräuter, ungesäuertes BrotIsrael hält das Passah in der Wüste
4.Mose 11WachtelnIsrael sehnt sich nach Ägypten und will kein Manna mehr essen.Gott schickt ihnen Berge von Wachteln (V.31). Gericht, Plage, Lustgräber.
4.Mose 14Unglaube der Kundschafter, das Volk will nicht ins gute Land gehen. Das Volk will nach Ägypten zurückgehen.
4.Mose 20:1-13WasserDas Volk murrt uns sehnt sich nach Ägypten zurück. Mose gibt ihnen Wasser aus dem Fels. Statt zum Fels zu sprechen, schlägt Mose ihn. Gericht: Mose darf nicht ins gute Land gehen.
4.Mose 21.4-6Das Volk Murrt über das Manna (V.5). Gott schickt Schlangen unter das Volk, viele sterben. Mose richtet die eherne Schlange zur Rettung auf.
4.Mose 25:2-5, 9GötzenopferIsrael lässt sich durch Moabiterinnen verführen. Unzucht und Götzenopfer. Ein Teil des Volkes wird Baal-Peor untertan. Gericht, 24000 Tote.
Josua 5:1-12Passah, Getreide des LandesIsrael zieht ins gute Land ein und isst von dessen Ertrag. Das Manna hört auf.
Speise und deren Auswirkung

Geistliche Speise

Wenn du nichts mehr trinkst, stirbst du ziemlich schnell. Im Glaubensleben ist es genau so. Wer sich nicht geistlich ernährt stirbt sehr bald.

Wie wir Eingangs gesehen haben, ist Jesus Christus heute für uns die wahre Speise. Du kannst ihn in seinem Wort, der Bibel, erfahren. Du kannst seinen Namen anrufen und den Geist trinken. Diese Speise macht uns wirklich zufrieden und lässt uns im Glauben wachsen.

Wer nicht genährt ist, bekommt Hunger. Geistlich gesprochen bedeutet das, dass wir beginnen, uns nach der Welt, nach Ägypten, zu sehnen. Wie das Volk Israel in der Wüste Fleisch zu essen wollte, so werden auch wir uns mit weltlichen Dingen nähren und bald schon Verderben davon ernten.

Tiefer gehen in der Erfahrung

Als das Volk Israel im guten Land ankam und begann, sich vom Ertrag des Landes zu nähren, hörte das Manna auf. Das gute Land ist ein Bild auf Christus, der als der Geist heute in uns Gläubigen lebt. Wir alle haben ein Anteil an Christus bekommen und sollen auf diesem geistliche Frucht zur Reife bringen. Das bedeutet nicht, dass wir Jesus nicht mehr als das Brot des Lebens erfahren, es bedeutet aber, dass unsere Erfahrung des Geistes tiefer und breiter werden soll. Wir sind nicht errettet um einfach nur zufrieden zu sein und keine Leere mehr in uns zu spüren. Wir sollen Christus in allen Aspekten und Bereichen unseres Lebens kennenlernen. Wir sind mit ihm gestorben und auferstanden, er ist unsere Freude und wir sehen seine Schönheit.

Schlussendlich sind die Früchte des Geistes auch für den Aufbau der Gemeinde da. Genau wie das Volk Israel einen Teil des Ertrages in den Tempel bringen sollte, sollen auch wir auf Christus einen Ertrag zur Reife bringen, für den Aufbau seines Leibes.

Arbeiten für die Speise, die bleibt

Jesus fordert in Johannes 6:27 dazu auf, für die Speise, die bleibt, zu arbeiten. Das Manna fiel einfach vom Himmel, das Volk musste es nur einsammeln. Im guten Land hörte das Manna auf und jeder musste selbst etwas anbauen. Einen Acker zu pflügen oder einen Weinberg zu pflegen ist mehr Arbeit als nur Manna einzusammeln. Ebenso wünscht Gott sich, dass wir in unserem Glauben tiefer gehen und Christus noch reicher erfahren. Nimm dir Zeit, in der Bibel zu lesen, zu beten, Gemeinschaft zu haben oder andere zu besuchen. Bitte Jesus, dass er dich weiter voranbringt, dass du ihn als den Weizen, die Gerste, den Weinstock, den Ölbaum,… erfährst. Er ist so reich!

Vergiss nicht, all unser Tun ist ein Säen:

Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.

Galater 6:7-8

One thought

  1. Ja, es ist die Aufforderung,
    den Herrn Jesus Christus und „seine Prinzipien“ zu erkennen und zu verinnerlichen.
    Drum dürfen wir ihn gerne essen, wie wir es ja auch „rund um die Bergprdikt hören,
    aus seinem Munde.
    Doch schon damals wurde gemurrt, zurück zu den Fleischtöpfen Ägyptens
    oder eben, daß nach der Bergpredikt etliche Nachfolger und „Sympathisanten“
    das Weite suchten.

    Auf die Frage Jesu an die Jünger und den „vorlauten“ Petrus, ob sie denn auch gehen wollen,
    kommt ein erstaunlicher Satz von eben diesen Petrus:
    „Du hast Worte ewigen Lebens“ ….
    (Johannes 6,68)

    Wo werden wir also hingehen?

    Danke für den Impuls,
    Raphael.

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