Abraham befreit Lot

Nachdem sich Abram und Lot getrennt hatten, war Lot immer weiter Richtung Sodom gezogen bis er schließlich sogar in Sodom wohnte. Abram dagegen blieb im Land Kanaan. In 1.Mose 14 lesen wir nun davon, dass es zu einem Aufstand mehrerer Könige, darunter auch der König von Sodom, gegen den König von Elam und seine Verbündeten kam. Der Aufstand wurde niedergeschlagen und die Bewohner Sodoms gingen in Gefangenschaft, darunter auch Lot, Abrams Verwandter.

Abram bleibt im Land Kanaan

Die Voraussetzung dafür, dass Abram Lot helfen konnte, war, dass er im Land Kanaan geblieben war. Lot hatte bei seiner Wahl, wohin er gehen sollte, Gott gar nicht gefragt. Er hatte allein auf das Äußere geschaut, darauf, dass es gute Weide für sein Vieh gab.

Es ist wichtig für uns zu sehen, dass wir für Gott nur dann brauchbar sein können, wenn wir uns rein bewahren. Gott sagt in seinem Wort, dass wer der Welt Freund sein will, sich zu Gottes Feind macht (Jakobus 4:4). Lass dich deshalb von Gott leiten und bewahre dich rein von der Welt, so wirst du brauchbar für ihn sein.

Der Glaube wirkt

Der Hebräerbrief zeigt Abram als ein Beispiel für den Glauben. In 1.Mose 14 sehen wir, wie der Glaube in Abram wirkt:

  • Der Glaube reinigt das Herz (Apostelgeschichte 15:9)
  • Der Glaube wirkt durch Liebe (Galater 5:6)
  • Der Glaube überwindet die Welt (1.Johannes 5:4)

Abram ist im guten Land geblieben und hatte keinen Kontakt mit Sodom. Als er dann erfährt, dass sein Bruder (Neffe) Lot gefangen genommen wurde, macht er sich aber sofort auf, um ihn zu befreien. Menschlich gesehen hätte Abram durchaus Grund gehabt, Lot seinem Schicksal zu überlassen, schließlich hatte er ihn bei der Wahl der Weide übervorteilt und das beste Land für sich selbst genommen.
Jedoch macht sich Abram mit 318 seiner Knechte auf und befreit seinen Bruder. Ebenso sollen auch wir uns aufmachen und im Gebet für unsere Brüder kämpfen. Der Teufel, unser Feind, versucht immer wieder, uns in die Welt zu verwickeln und gefangen zu nehmen.
Dieser, unser Kampf, ist im Glauben und im Geist. Ebenso wie Abram werden auch wir siegreich sein, wenn wir zusammen mit dem Herrn kämpfen. Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwindet.

Zwei Seiten des Feindes

In Kedorlaomer, dem König von Elam, sehen wir den Feind als brüllenden Löwen. Nachdem Abram diesen besiegt hat, macht sich der König von Sodom auf, Abram entgegen. Der König von Sodom zeigt uns eine andere Seite des Feindes – die listige Schlange. Ähnlich wie im Neuen Testament bei der Versuchung Jesu, bietet der König von Sodom Abram an, ihm großen Reichtum zu geben. Doch auch hier ist Abram siegreich und widersteht der Versuchung.

Melchisedek ein Bild auf Jesus

In dem Moment, da sich der König von Sodom aufmacht, Abram zu versuchen, kommt Melchisedek mit Brot und Wein zu Abram. Er segnet ihn und stärkt ihn mit Brot und Wein.

Und Melchisedek, König von Salem, brachte Brot und Wein heraus; und er war Priester Gottes, des Höchsten. Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram von Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde geschaffen hat! Und gesegnet sei Gott, der Höchste, der deine Bedränger in deine Hand ausgeliefert hat! – Und Abram gab ihm den Zehnten von allem.

1.Mose 14:18-20

Dieser Melchisedek ist eine erstaunliche Figur. Er ist ein Priester Gottes ohne dass es das Gesetz gab oder den Stamm Levi, aus dem die Priester kamen. Das zeigt uns, dass er ein Bild auf Christus und den neuen Bund ist (Hebräer 7).

Der Herr ist heute unser Hoherpriester, der uns versorgt. Wenn wir zu ihm vorwärtskommen, finden wir Gnade zu rechtzeitiger Hilfe und werden gestärkt für den Kampf. Der Herr gibt uns die wahre Speise und die wahre Freude, so kann uns der Feind nichts anhaben. Die Freude am Herrn ist unsere Stärke.

Auch Abram ging es so. Nachdem er von Melchisedek gesegnet und gestärkt worden war, konnte der König von Sodom ihn nicht verführen.

Daher kann er auch aufs Völligste erretten, die durch ihn zu Gott vorwärts kommen, denn er lebt immerdar, um für sie einzustehen.

Hebräer 7:25

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