Gottes Bund mit Abraham

Nach diesen Geschichten begab sich’s, dass zu Abram das Wort des HERRN kam in einer Erscheinung: Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn.

1.Mose 15:1

In 1.Mose 12:2 hatte Gott Abram bereits verheißen, ihn zu einem großen Volk zu machen. Doch seither hatte er keine Kinder bekommen. In Kapitel 15 erneuert Gott seine Verheißung und schließt einen Bund mit Abram, der auch für uns heute noch von Bedeutung ist und eine große Ermutigung.

Abrams Umgang mit Gott

Es ist erstaunlich zu sehen, wie offen Abram mit Gott sprach. Gott spricht zu Abram: „Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn.“, worauf Abram ihm antwortet: „Herr HERR, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder und mein Knecht Eliëser von Damaskus wird mein Haus besitzen. Und Abram sprach: Mir hast du keine Nachkommen gegeben; und siehe, einer aus meinem Haus wird mein Erbe sein“.

Auch wir sollen lernen, so offen mit Gott zu reden. Abram hatte Gottes Verheißung und wir sehen, dass er sich Gedanken machte, wie es mit seiner Nachkommenschaft weitergehen sollte. Sein Plan war, seinen Knecht erben zu lassen. Doch das war nicht Gottes Plan, er wollte Abram einen Sohn geben, der sein Erbe werden sollte.

Gott heißt Abram dann, aus seinem Zelt hinauszugehen und den Sternenhimmel anzuschauen. Denn so zahlreich wie die Sterne, sollten Abrams Nachkommen sein. Auch das ist ein wichtiges Prinzip für uns heute. Wenn uns Ängste und Zweifel bedrücken, können wir unsere Gedanke auf das, was droben ist, ausrichten (Kolosser 3:1). Wie oft sitzen wir im übertragenen Sinne in unserem Zelt und eine Decke hängt vor unseren Augen, so dass wir den Himmel nicht sehen.

Gott spricht auch zu uns: „Fürchte dich nicht. Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn!“.
Dafür braucht Gott unseren Glauben, er wird seine Verheißungen sicher erfüllen.

Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.

1.Mose 15:6

Wir sind Abrahams Nachkommen durch den Glauben

Darum ist es aus Glauben, dass es nach Gnade geht, damit die Verheißung der ganzen Nachkommenschaft sicher ist, nicht allein der vom Gesetz, sondern auch der vom Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist.

Römer 4:16

Gott gab Abram den Isaak, aus dem schließlich das Volk Israel hervorging. Aber auch wir sind Abrams Nachkommen durch den Glauben. Gott hat seine Verheißung erfüllt!

Gottes Bund mit Abraham

Und er sprach zu ihm: Ich bin der HERR, der dich aus Ur in Chaldäa geführt hat, auf dass ich dir dies Land zu besitzen gebe. Abram aber sprach: Herr HERR, woran soll ich merken, dass ich’s besitzen werde?

1.Mose 15:7-8

Wieder verheißt Gott und Abram möchte ein Zeichen, dass er das Land besitzen wird. Daraufhin lässt Gott Abram eine Kuh, eine Ziege, einen Widder und zwei Tauben zerteilen und die Hälften der Tiere jeweils einander gegenüberlegen. Anschließend schläft Abram ein und Gott zeigt ihm, dass seine Nachfahren in Ägypten 400 Jahre als Sklaven dienen müssen. Dann sieht Abram eine Fackel und einen Ofen zwischen den Tierhälften hindurchfahren.

Dieses, für uns befremdliche Ritual, wurde in Abrams Zeit genutzt, um Verträge zu besiegeln. Diejenigen, die den Vertrag miteinander schlossen, gingen durch die Tierhälften durch. Dies bedeutete, dass wer den Vertrag bricht, so wie die Tiere sterben sollte (siehe auch Jeremia 34:-18-19). Es ist sehr bedeutungsvoll, dass Gott allein durch die Tierhälften ging, nicht Abram. Gott hat sich für seinen Bund verbürgt.

In Hebräer 6 nimmt der Schreiber Bezug auf 1.Mose 15:

Darum hat Gott, als er den Erben der Verheißung noch kräftiger beweisen wollte, dass sein Ratschluss nicht wankt, sich noch mit einem Eid verbürgt. So sollten wir durch zwei Zusagen, die nicht wanken – denn es ist unmöglich, dass Gott mit ihnen lügt –, einen starken Trost haben, die wir unsre Zuflucht dazu genommen haben, festzuhalten an der angebotenen Hoffnung. Diese haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele, der hineinreicht in das Innere hinter dem Vorhang.

Hebräer 6:17-19

Gott hat sich mit einem Schwur für sein Wort verbürgt. Sein Ratschluss wankt nicht, er wird ihn sicher erfüllen. In der Welt gibt es viel hin und her, viele Wellen und Wogen, aber in Gottes Verheißungen haben wir einen festen Anker der Seele!

Eine starke Ermutigung und Hoffnung

Unser Glaube ruht auf Gottes Wort. Abram hatte noch keinen Nachkommen, aber er glaubte Gott. Ebenso glauben auch wir Gott und seinem Wort. Die äußeren Umstände mögen so scheinen, als habe Gott uns vergessen. Doch Gott wird sein Wort sicher erfüllen, dies hat er zugesagt und sich mit einem Schwur dafür verbürgt. Diese zwei Tatsachen sind eine starke Ermutigung für uns und ein fester Anker unserer Seele.

Kommentar verfassen