Gott mit Freude als Priester dienen

Begriff „Priester“ scheint weit weg von uns zu sein und wir können vermutlich nicht viel damit anfangen. Teilweise ist der Begriff sogar sehr negativ belegt, durch schlimme Skandale in der katholischen Kirche.

Aber darum soll es in diesem Beitrag nicht gehen, sondern wir wollen uns ansehen, was die Bibel über den Begriff „Priester“ sagt und was das mit jedem Christen zu tun hat und das ist wirklich sehr positiv und ermutigend.

Priester und Laien in der Religion

In der katholischen Kirche gibt es eine klare Trennung zwischen einigen wenigen sogenannten „Priestern“ oder „Geistlichen“ also den Experten und dem Rest, den sogenannten „Laien“ also denen, die selbst nicht mündig sind und es auch nicht werden sollen. Zudem wurde auch bis ca. 1970 die katholischen Messen in Latein gelesen, einer Sprache die für das einfache Volk unverständlich war. Wer also nicht zur Elite gehörte und kein Latein verstand konnte das Spektakel nur ahnungslos beobachten und wer Latein verstand war trotzdem ein passiver „Laie“, der nur den üblichen Ablauf des „Gottesdienstes“ abspulen musste.

Diese Praxis der Trennung zwischen „Geistlichen“ und „Laien“ ist allerdings nicht nur unter Katholiken, sondern in ähnlicher Form in den meisten christlichen Gemeinden und Kirchen verbreitet. Oft gibt es dann einen Pastor, der fast alles macht und die Gläubigen sind weitgehend passiv, hören zu, singen mit, spenden vielleicht ein paar Euros und gehen dann wieder nach Hause.

Manche Pastoren werden auch wie Popstars verehrt und haben ihre „Fans“ und „Follower“, die nur tun und reden was der Lieblingspastor predigt. Es gibt dabei oft die Vorstellung, dass ich zum Pastor gehen oder seine Predigten anhören muss, wenn ich den Willen Gottes kennen will.

Jeder Christ ist ein Priester

Die oben beschriebene „christlich“ religiöse Praxis ist völlig entgegen dem, was und die Bibel beispielsweise hier zeigt:

und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Fürst der Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut und uns zu einem Königreich gemacht hat, zu Priestern vor Gott und seinem Vater, dem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Offenbarung 1:5-6

Diese Bibelstelle zeigt uns klar, dass jeder, der durch das Blut Jesu erlöst wurde, auch ein Priester vor Gott ist.

Jeder Christ soll als Priester persönlich zum Sohn und zum Vater kommen

Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus.

1.Timotheus 2:5

Wir sind also alle Priester und es gibt außer Jesus Christus keine anderen (Ver)Mittler. Wenn nun also jeder wiedergeborene Christ ein Priester ist, dann bringt das auch eine große Verantwortung mit sich, persönlich zu Gott zu kommen und seinen Willen zu erkennen.

Die Grundlage in Gemeinschaft mit Gott zu kommen ist immer das Blut Jesu, das er aus Liebe zu uns vergossen hat.

Weil wir denn nun, Brüder und Schwestern, durch das Blut Jesu den Freimut haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns eröffnet hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist: durch sein Fleisch

Hebräer 10:19

Niemand von uns ist fehlerlos und sündlos. Wir verabscheuen zwar die Sünde, aber tappen trotzdem meist täglich in Dinge die uns verunreinigen und die diese süße Gemeinschaft mit Gott stören und behindern.
Das soll uns aber auf keinen Falls davon abhalten, als Priester zu Gott vorwärts zu kommen. Dafür hat unser geliebter Herr Jesus sein teures Blut vergossen, dass wir vor Ihm unsere Schuld bekennen und auf Grundlage seines Blutes wieder gereinigt vorwärts kommen. Auch der 1. Johannesbrief zeigt das sehr deutlich:

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns. Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. Und er selbst ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.

1.Johannes 1:8 -2:2

Jeder Christ soll als Priester persönlich zum Wort Gottes kommen

Gott hat sein Wort allen Menschen gegeben, damit sie es lesen und Ihn und seine Wege erkennen. Es ist nicht für ein paar „Experten“ und Theologen geschrieben.
Lange hatten die „Laien“ in der Religion keinen Zugang zu Bibeln in verständlicher Landessprache, damit diese nichts versehen und somit nichts hinterfragen.
So ließen sich die finsteren Machtstrukturen besser aufrecht erhalten.

Doch heute haben wir alle Zugang zur Bibel und haben als Priester auch die Verantwortung diese zu lesen. Dabei erkennen wir wunderbare Zusammenhänge und lernen das Wesen Gottes besser kennen. Aber das Wichtigste dabei ist, dass wir das Wort der Bibel mit einem offenen Herzen und mit persönlichem Gebet lesen, dann wird der Herr uns Licht geben und sein Wort wird uns zu Speise und zur Freude:

Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.

Matthäus 4:4

Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Täglich sinne ich ihm nach.

Psalm 119:97

Dein Wort ist meinem Munde süßer als Honig.

Psalm 119:103

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

Psalm 119:105

Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.

Psalm 16:11

Diese Verse zeigen wie wunderbar es ist, persönlich in die Gegenwart Gottes zu kommen und wie reich sein Wort ist. Jeder Christ ist ein Priester und hat dieses Vorrecht persönlich durch Christus zu Gott dem Vater zu kommen und süße Gemeinschaft mit Ihm voller Licht, Leben und Freude zu haben. Keine Religion oder Tradition soll uns davon abhalten und dieses Vorrecht für das unser geliebter Herr Jesus sein Blut vergossen hat, soll uns niemand streitig machen.

Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihren Sinn geben, und in ihr Herz will ich sie schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.
Und es wird niemand seinen Mitbürger lehren noch jemand seinen Bruder und sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie alle, Klein und Groß, werden mich erkennen.

Hebr. 8:10-11

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