Jerusalem oder Babylon?

Die Apostelgeschichte beschreibt den Anfang des Gemeindelebens, in Jersualem und verschiedenen anderen Städten im damaligen Kleinasien.
Wir sehen, dass es in jeder Stadt zu Beginn nur eine Gemeinde gab. Diese hatte keinen besonderen Namen, es war einfach die Gemeinde in Jerusalem, Ephesus, Korinth, usw. Deshalb konnte Paulus seine Briefe an die Gemeinde in der jeweiligen Stadt adressieren.
Würde man heute einen Brief an die Gemeinde in einer bestimmten Stadt schreiben, würde dieser sicher nicht ankommen.

Warum ist das so?

Im Laufe der Kirchengeschichte kamen verschiedene andersartige Lehren und Traditionen in die Gemeinde und es gab Spaltungen. Aufgrund von Meinungs- oder Lehrunterschieden trennten sich Christen und begannen sich als verschiedene Gruppen zu treffen. Daher sehen wir heute einen bunten Blumenstraus von christlichen Gruppen in jeder Stadt und jede mit einem besonderen Namen, einer besonderen Lehre oder einem besonders begabten Pastor.

Was zeigt die Bibel?

Die Bibel zeigt sehr klar, dass die Entwicklung der Gemeinde im Laufe der Kirchengeschichte nicht nach Gottes Willen ist.
Zum Beispiel im Johannes-Evangelium (Joh.17:20-21) betet Jesus kurz vor seiner Kreuzigung, dafür, dass alle Gläubigen eins seien. Paulus schreibt den Korinthern (1.Kor.1:12-13), dass Christus nicht zertrennt ist und es daher keine Spaltung geben darf. Passt es da, dass es heute so viel Trennung unter Christen gibt? Die Bibel nennt das heutige christlich-religiöse System „Babylon“. Im Alten Testament wird das jüdische Volk in die Babylonische Gefangenschaft geführt wegen ihrer Götzenanbetung. Genau so ist es heute mit uns Christen, wir sind in einer Babylonischen Gefangenschaft. Wir sind gefangen in einem religiösen System, zerstreut und nicht eins.

Was ist Gottes Lösung?

Zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft erweckte Gott den Geist seines Volkes (Esra 1), so dass einige zurück nach Jerusalem gingen um dort den zerstörten Tempel wieder aufzubauen. Gott war nicht zufrieden damit, dass die Juden ihn in Babylon anbeteten und es war auch nicht möglich in Babylon den Tempel zu bauen.
Auch heute ruf Gott seinem Volk zu (Offb.18:2-5): Geht hinaus aus ihr (Babylon)!
Jeder Christ ist heute dazu aufgerufen, sich in Einheit mit allen Christen an seinem Ort in der Gemeinde zu versammeln.

Der Aufbau der Gemeinde

Die Juden, die damals nicht aus Babylon auszogen und nach Jerusalem gingen, waren deswegen nicht weniger Gottes Volk. Dennoch konnten sie nicht am Tempel mitbauen. Auch heute baut Gott seine Gemeinde in Einheit und Reinheit. In Babylon war es damals nicht möglich, den Tempel zu bauen. Ebenso ist es nicht möglich heute im religiösen Babylon Gemeinde zu bauen.

Wer sind wir?

Wir sind Christen, die sich als die Gemeinde am Ort versammeln. Unser Ziel ist es, Gemeinde nach biblischem Vorbild zu bauen und so als bereitete Braut auf unseren Herrn Jesus zu warten.

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