Widerstand gegen den Aufbau des Tempels (Esra 4)

Sehr schnell nachdem der Wiederaufbau des Tempels beginnt, kommen die Samariter und wollen mitbauen. Ihre unlautere Absicht wird jedoch sehr schnell offenbar. Als die Juden es ablehnen, dass die Samariter mitbauen, werden diese zu Feinden. Sie versuchen Gottes Werk mit allem Mitteln zu hindern und zum Erliegen zu bringen.

Als aber die Gegner Judas und Benjamins hörten, dass die Kinder der Wegführung dabei waren, dem HERRN, dem Gott Israels, einen Tempel zu bauen, da traten sie zu Serubbabel und zu den Familienoberhäuptern und sagten zu ihnen: Wir wollen mit euch bauen! Denn wir suchen euren Gott wie ihr; und ihm opfern wir seit den Tagen Asarhaddons, des Königs von Assur, der uns hierher heraufgeführt hat. Da sagten Serubbabel und Jeschua und die übrigen Familienoberhäupter Israels zu ihnen: Ihr habt nichts mit uns ⟨zu tun bei dem Auftrag⟩, unserm Gott ein Haus zu bauen; sondern wir allein, wir werden dem HERRN, dem Gott Israels, bauen, wie es uns der König Kyrus, der König von Persien, befohlen hat.

Esra 4:1-3

Wer waren die Samariter?

Um die Reaktion der Juden verstehen zu können, müssen wir lesen, wer die Samariter waren. Nach eigener Aussage, dienten sie demselben Gott wie auch die Juden. Das stimmte sogar zum Teil: Sie dienten Gott und genau so ihren Götzen.

In 2.Könige 17:24-34 ist die Geschichte der Samariter beschrieben. Nachdem die Assyrer das Nordreich von Israel gefangen weggeführt hatten, siedelte der assyrische Könige andere Völker im Land Israel an. Diese kamen von überall aus dem assyrischen Reich und brachten ihre Götzen und Gebräuche mit. Deshalb schickte Gott Löwen unter sie, so dass sie gefressen wurden. Als der assyrische Könige das hört, verfügt er, dass ein Priester zurück nach Samarien geschickt werden soll, um sie das Gesetz (5 Bücher Mose) zu lehren. Da sie ihren Götzendienst jedoch nicht aufgaben, dienten sie schlussendlich sowohl Gott als auch den Götzen.

Die Samariter waren somit weder von ihrer Abstammung her Juden, noch dienten sie Gott in rechter Weise. Deshalb konnten sie unmöglich am Tempel mitbauen.

Widerstand gegen den Aufbau

Nachdem die Juden es abgelehnt hatten, dass die Samariter mitbauten, wir deren wahre Absicht sehr schnell klar. Sie beginnen die Juden zu verleumden. Sie schreiben Briefe an den König und berichten diesem, die Juden wollten sich von Persien lossagen. Durch diesen Briefwechsel erreichen sie schlussendlich, dass der persische König befiehlt, den Bau des Tempels zu stoppen. Die Samariter nutzen diese Gelegenheit sofort, eilen zu Tempelbaustelle und wehren den Juden mit Waffengewalt weiterzubauen.

Widerstand beim Aufbau der Gemeinde

Auch uns Christen ist der Widerstand auf unserem Weg mit dem Herrn und ganz besonders beim Aufbau der Gemeinde bekannt. Satan möchte nicht, dass ein Mensch an Jesus gläubig wird. Sollte der Mensch doch gerettet werden, so wird Satan versuchen, ihn von seinem Vorrangehen mit Jesus abzuhalten. Gibt er sich dann für den Aufbau der Gemeinde hin, so wird Satan die Pforten der Hölle öffnen und versuchen, diesen Aufbau mit allen Mitteln zu stoppen. Er weiß nämlich: Die aufgebaute Gemeinde beendet seine Herrschaft auf der Erde.

Vermischung

Abgesehen von schlechten äußerlichen Bedingungen, wie feindlich gesinnte Menschen, Krankheit oder Ablehnung, hat Satan eine ganz besondere Strategie. Er möchte den Aufbau der Gemeinde verhindern, indem er Vermischung hineinbringt. In unserem alten Menschen hat er dafür einen guten Verbündeten. Wenn Gottes Licht scheint und du siehst, dass du z.B. etwas nicht mehr tun solltest, kommt Satan und sagt: „Sei doch nicht so absolut! Ein bisschen Versammlung und dann ein bisschen die Welt genießen, du kannst beides haben.“

Die Geschichte der Juden in Esra macht jedoch klar, dass wir nicht an Gottes Haus mitbauen können, wenn wir vermischt sind. Unser alter Mensch, ob gut oder schlecht, er hat keinen Anteil am Aufbau des Hauses Gottes.

Absolut für den Aufbau der Gemeinde

Mach keine halben Sachen, gib dich Gott ganz hin für seinen Plan. Er stärkt uns und bewahrt uns auf diesem Weg. Jesus hat uns verheißen, dass die Pforten des Hades seine Gemeinde nicht überwältigen werden (Matthäus 16:18). Er hat uns außerdem sein Wort, die Bibel, gegeben und stärkt uns jeden Tag bei unserem Lauf.

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